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Clonidin-Suppressionstest

Synonym: Clonidin-Hemmtest

1 Definition

Der Clonidin-Suppressionstest ist ein endokrinologischer Funktionstest, der im Rahmen der Diagnostik des Phäochromozytoms eingesetzt wird.

2 Indikation

3 Testprinzip

Clonidin ist ein Agonist an zentralen α2-Adrenozeptoren. Der Wirkstoff hemmt die Sympathikusaktivität durch eine verminderte neuronale Noradrenalinausschüttung und führt zu einer zentralen Blutdrucksenkung. Da die Katecholaminsekretion eines Phäochromozytoms autonom ist, wird sie durch die Sympathikushemmung nicht beeinflusst, d.h. der Katecholaminspiegel sinkt nach Gabe von Clonidin nicht.

4 Durchführung

48 Stunden vor Beginn des Tests wird die antihypertensive Therapie ausgesetzt. Eine Ausnahme bilden Calciumantagonisten bei einem Blutdruck von > 110 mmHg diastolisch bzw. 180 mmHg systolisch. 12 Std. vor der Testdurchführung sollte Bettruhe und Nahrungskarenz eingehalten werden. Der Test wird am liegenden Patienten durchgeführt. Dabei werden laufend Puls und Blutdruck kontrolliert.

Zeit [min] Maßnahme
-30 Legen einer Venenverweilkanüle
-5 Blutentnahme für Katecholamin-Basalwert
0 Einnahme von 0,3 mg Clonidin oral
90 Blutentnahme 1. Suppressionswert
180 Blutentnahme 2. Suppressionswert

5 Interpretation

Liegt ein erhöhter Sympathikotonus vor, beobachtet man einen deutlichen Katecholaminabfall auf weniger als 50% des Ausgangswertes. Bei einem Phäochromozytom kommt es zu keinem Abfall der Noradrenalin- oder Adrenalin-Spiegel im Serum. Die Sensitivität und Spezifität des Tests kann erhöht werden, wenn die Normetanephrin-Konzentration bestimmt wird.

6 Kontraindikationen

7 Nebenwirkungen

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