Blasenauslassobstruktion
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Synonyme: Blasenausgangsobstruktion, Blasenausflussobstruktion
Englisch: Bladder outlet obstruction (BOO)
Definition
Eine Blasenauslassobstruktion ist eine Behinderung des Harnabflusses im Bereich des Blasenhalses oder der Harnröhre. Dadurch muss die Harnblase einen erhöhten Druck aufbauen, um die Entleerung zu ermöglichen. Langfristig können Restharn, Harnwegsinfektionen und eine Beeinträchtigung der Nierenfunktion entstehen.
Ursachen
Bei Männern ist die häufigste Ursache die benigne Prostatahyperplasie (BPH). Weitere Ursachen sind Harnröhrenstrikturen, Prostatakarzinome oder Veränderungen nach Operationen. Bei Frauen können beispielsweise Beckenbodenerkrankungen, Narbenbildungen oder selten Tumoren eine Obstruktion verursachen.
Klinik
Typische Beschwerden sind ein abgeschwächter Harnstrahl, verzögerter Miktionsbeginn, Pressen beim Wasserlassen und ein Gefühl der unvollständigen Blasenentleerung.
Diagnostik
Zur Diagnostik gehören Anamnese, körperliche Untersuchung, Urinuntersuchung und die Bestimmung des Restharns. Bei unklaren Befunden können Uroflowmetrie, Sonographie oder eine urodynamische Untersuchung eingesetzt werden.
Therapie
Die Behandlung richtet sich nach der Ursache und dem Schweregrad. Bei einer BPH kommen zunächst Medikamente wie a1-Rezeptorblocker oder 5a-Reduktasehemmer infrage. Bei ausgeprägter oder therapieresistenter Obstruktion können operative Verfahren erforderlich sein. Eine akute Harnverhaltung muss durch eine rasche Harnableitung behandelt werden.