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Prostataspezifisches Antigen

Synonyme: Semenogelase, Kallikrein-3
Englisch: prostate specific antigen, PSA

1 Definition

Das prostataspezifische Antigen, kurz PSA, ist ein Protein, das in Zellen der Prostata gebildet wird. Es handelt sich um einen organspezifischen Marker (Tumormarker), der im Blutserum bestimmt werden kann. Bei Frauen wird PSA in den Skene-Drüsen gebildet.

2 Referenzbereich

Normwert: < 4 ng/ml im Serum

Die "Grauzone" für die Erhöhung des PSA-Wertes liegt zwischen 4 und 10 ng/ml Serum. Der cut-off kann je nach Testverfahren unterschiedlich sein, maßgeblich sind die Angaben des bestimmenden Labors.

3 Interpretation

Eine Erhöhung der PSA-Konzentration im Serum spricht für das Vorliegen eines Prostatakarzinoms, kann jedoch auch bei benigner Prostatahyperplasie, Prostatitis und/oder iatrogener Manipulation, z.B. im Rahmen der digital-rektalen Untersuchung (DRU) vorliegen. Radfahren oder Reiten erhöhen den PSA-Spiegel dagegen nicht.

Ein erhöhter PSA-Spiegel ist zwar nicht beweisend für das Vorliegen eine Erkrankung der Prostata, allerdings gilt: je höher der PSA-Wert, desto höher der positive prädiktive Wert (positiver Vorhersagewert).

Die Erhöhung des prostataspezifischen Antigens über den Normwert ist eine Indikation zu transrektalen, sonographisch gesteuerten Biopsieentnahmen der Prostata (P-Stanze) unter obligatem Antibiotikaschutz.

Siehe auch: transrektaler Ultraschall (TRUS)

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