Früherkennung
Synonym: Screening
Englisch: early detection
Definition
Als Früherkennung bezeichnet man den systematischen Einsatz diagnostischer Verfahren zur möglichst frühzeitigen Entdeckung von Krankheiten, idealerweise bereits vor dem Auftreten manifester Symptome. Pathologische Veränderungen sollen in einem potenziell behandelbaren Stadium erkannt werden, um frühzeitig zu intervenieren.
Hintergrund
Zur Früherkennung kommen unterschiedliche medizinische Methoden zum Einsatz, darunter körperliche Untersuchungen, Laboranalysen und bildgebende Verfahren. Meist sind sie Teil standardisierter Screeningprogramme. Ihre Durchführung richtet sich meist nach Alter, Geschlecht, individuellen Risikofaktoren und genetischer Prädisposition.
Ein wichtiger Bereich der Früherkennung ist das rechtzeitige Aufspüren maligner Tumoren, die Krebsfrüherkennung, da viele Tumorerkrankungen in früheren Stadien deutlich besser behandelbar sind und die Prognose erheblich verbessert werden kann.
Weiterhin kommt die Früherkennung für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Stoffwechselerkrankungen (z.B. Diabetes mellitus), Infektionskrankheiten und neurologische Erkrankungen zum Einsatz.
Beispiele
Folgende Verfahren umfassen Vorsorgeuntersuchungen im Rahmen der Früherkennung:
- Krebsvorsorge, Darmvorsorge, Hautkrebsscreening, PAP-Test
- Neugeborenenscreening
- Hörscreening
- Vorsorgeuntersuchungen im Kindesalter
- Brustkrebsvorsorge (Mammographie-Screening)
- PSA und digitale rektale Untersuchung zur Prostatakarzinomfrüherkennung