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Transurethrale Prostataresektion

Synonyme: TURP, TUR-P, Transurethrale Elektroresektion

1 Definition

Die transurethrale Prostataresektion, kurz TUR-P, ist ein chirurgisches Verfahren zur Teilresektion der Prostata. Sie ist eine Anwendungsvariante der transurethralen Resektion (TUR).

2 Verfahren

Durch die Harnröhre (transurethral) wird dem Patienten das chirurgische Instrumentarium (Resektoskop) eingeführt. Nur Teile der Transitionalzone der Prostata, d.h. das periurethrale Gewebe, werden komplett oder inkomplett entfernt. Zur Abtragung werden dabei schlingenförmige Elektroden mit HF-Wechselstrom verwendet. Die Prostatakapsel bleibt erhalten.

Um eine konstante Blasenfüllung und ein gute Sicht zu gewährleisten, wird während der Operation kontinuierlich Spülflüssigkeit über das Resektoskop eingebracht und wieder abgesaugt. Bei der älteren monopolaren Resektion ist diese Lösung elektrolytfrei. Typischerweise bestehen diese hypotonen Spüllösungen aus Glycin (1,5%) oder einem Gemisch aus Sorbitol (1%) und Mannitol (2%). Die neueren bipolaren Resektoskope erlauben den Einsatz von isotonischer Kochsalzlösung als Spülflüssigkeit.

Am Ende der Operation wird das resezierte Gewebe ausgespült und nach ausreichender Blutstillung ein Spülkatheter eingelegt.

Verwandte transurethrale Verfahren sind die Photoselektive Vaporisation der Prostata (PVP) und die Transurethrale Mikrowellenthermotherapie (TUMT).

3 Indikation

Die TURP kommt bei Miktionsstörungen im Rahmen der benignen Prostatahyperplasie (BPH) zum Einsatz und ist besonders geeignet bei einem Drüsengewebevolumen unter 100 ml. Auch im Rahmen einer schweren Prostatitis, z.B. mit Abszessbildung, erfolgt die Resektion des betroffenen Gewebes transurethral.

4 Risiken

Bei der monopolaren Resektion kann es im Rahmen des Eingriffs zu dem sog. TUR-Syndrom kommen. Durch Einschwemmen der hypotonen, elektrolytfreien Spülflüssigkeit in den Körperkreislauf entsteht dann eine hypotone Hyperhydratation mit zentralnervösen Störungen, Lungenödem und Nierenversagen.

5 Komplikationen

6 Nachsorge

Im Anschluss an die OP wird ein Spülkatheter in die Harnblase eingelegt, um zu verhindern, dass sich Blutkoagel in der Blase ansammeln. Dieser Katheter verbleibt etwa bis zum 2. postoperativen Tag.

@ #1 Das habe ich gerade gerückt, da der Autor das monopolare und bipolare Verfahren nicht differenziert hat.
#4 am 15.09.2017 von Dr. Frank Antwerpes (Arzt)
Hallo lieber Gast, Herr Dr. Wedig hat bereits auf deine Frage reagiert. Folge einfach dem folgenden Link, um seine Antwort zu sehen: http://www.doccheck.com/de/ask/question/view/id/594203/ Für den Fall, dass du Ihm gerne antworten möchtest , klicke den "Antwort schreiben" Button unter der Frage. Viele Grüße
#3 am 10.05.2017 von Falk Müllner (Mitarbeiter von DocCheck)
Hallo lieber Gast, vielen Dank für Deinen Beitrag. Deine Frage haben wir der Ask Community gestellt, damit wir schneller eine Antwort für dich erhalten. Sobald wir Feedback für Dich haben, gebe ich Dir Bescheid. Falls Du wissen willst wie der Stand der Dinge ist, findest Du deine Frage hier: http://www.doccheck.com/de/ask/question/view/id/594203/ Viele Grüße
#2 am 09.05.2017 von Falk Müllner (Mitarbeiter von DocCheck)
Gast
Wenn, wie unter Verfahren angegeben eine leitfähige NaCl Lösung verwendet würde, käme es doch nicht zum TUR-Syndrom? Wird hier zur Spülung nicht eine slazfreie Lösung verwendet?
#1 am 06.05.2017 von Gast (Student der Humanmedizin)

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