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TUR-Syndrom

1 Definition

Unter dem TUR-Syndrom versteht man die Einschwemmung von Spülflüssigkeit in das Gefäßsystem im Rahmen einer transurethralen Resektion (TUR).

2 Pathophysiologie

Die über Venen in den Blutkreislauf eingetragene hypotone Spülflüssigkeit führt zu einer Hypervolämie und Hyponatriämie (hypotone Hyperhydratation). Mögliche Komplikationen sind Lungenödem, Hirnödem, Hämolyse und Nierenversagen.

3 Klinik

3.1 Frühsymptome

3.2 Spätzeichen

4 Vermeidung

Vermieden werden kann das TUR-Syndrom durch die Anwendung von bipolaren Resektoskopen, die isotonische Kochsalzlösung als Spülflüssigkeit verwenden oder durch Niederdruckirrigation mit einem Trokar.

Bei großvolumiger Prostata (<100 ml) sollte eher eine offene Prostataadenomenukleation erfolgen, da bei großen Gewebsmassen eine transurethrale Resektion lange dauert und viel Spüllösung verwendet werden muss, was wiederum das Risiko eines TUR-Syndroms steigert.

5 Therapie

Ausschwemmung der Spülflüssigkeit mit Diuretika und Gabe von hochprozentiger Kochsalzlösung.

6 Quelle

  • Urologie, Verstehen-Lernen-Anwenden, Sökeland, Schulze, Rübben

Fachgebiete: Urologie

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