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Synonym: Morbilli
Englisch: measles


Die Masern sind eine typische meldepflichtige Infektionskrankheit des Kindesalters (Kinderkrankheiten). Masern werden durch das Masernvirus ausgelöst, die Infektion erfolgt durch Tröpfcheninfektion.
Der Verlauf einer Infektion gliedert sich in die ca. 10 Tage lange Inkubationszeit, gefolgt von Prodromalstadium und exanthematischem Stadium. Komplikationen können die generell gute Prognose der Erkrankung verschlechtern. Die Übertragung der Masern ist vom 5. Tag der Inkubationszeit bis zum 4. Tag nach Beginn des Exanthems möglich.
Das drei Tage dauernde Prodromalstadium ist durch Fieber, Konjunktivitis, Bronchitis und Rhinitis gekennzeichnet. Auf der Wangenschleimhaut findet sich als pathognomonisches Zeichen der Masern ein Enanthem, die sogenannten Koplik-Flecken.
Das exanthematische Stadium beginnt nach kurzem Abfall der Temperatur mit einem zweiten Anstieg des Fiebers. Charakteristisch ist ein dunkelrotes, makulopapulöses Exanthem. Die einzelnen Exanthemherde konfluieren zu größeren Herden. Das Exanthem tritt typischerweise zuerst hinter den Ohren auf und breitet sich dann über das Gesicht auf Oberkörper und Extremitäten aus.
Das Exanthem blasst nach ca. 5-6 Tagen ab und verschwindet unter leichter Schuppenbildung der Haut.
Das Masernvirus kann bei schweren Verläufen eine Pneumonie, Epiglottitis (Pseudokrupp), Bronchiolitis, Myokarditis und Enzephalitis (Masernenzephalitis) hervorrufen. Eine sehr seltene, jedoch sehr schwerwiegende Komplikation ist die subakute sklerosierende Panenzephalitis (SSPE), die 1 mal auf 1.000.000 Erkrankungen auftritt.
Von den genannten Komplikationen sind die durch bakterielle Superinfektion hervorgerrufenen Komplikationen zu unterscheiden. Die häufigsten bakteriell ausgelösten Komplikationen sind die Mittelohrentzündung und die Bronchopneumonie.
Bakterielle Superinfektionen verschlechtern die Prognose erkrankter Kinder insbesondere in Entwicklungsländern.
Die Therapie der Masern ist symptomatisch und umfasst die Linderung von Beschwerden und frühzeitige Erkennung und Behandlung von krankheitsbedingten Komplikationen.
Die Masernimpfung ist als kombinierte Mumps-Masern-Röteln-Impfung ab dem 11. Lebensmonat zu empfehlen. Dadurch wird die Erkrankung verhindert und ein Auftreten von teilweise fatalen Komplikationen nicht ermöglicht.
Vor der Impfung waren zweijährliche Masernepidemien typisch. Seit die Impfung breitflächig angewendet wird verschiebt sich das Erkrankungsalter vermehrt vom Kleinkindesalter in Schul- und Teenagerzeit. Eine stattgefundene Erkrankung hinterlässt eine lebenslange Immunität.




![]() | Del animal al humano - las enfermedades escondidas 25.06.2010, DocCheck TV Redaktion Dauer: 08:00 min |


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