Thorakolumbaler Übergang
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Synonym: lumbothorakaler Übergang
Definition
Der thorakolumale Übergang ist der Bereich der Wirbelsäule, an dem die Brustwirbelsäule in dieLendenwirbelsäule übergeht und umfasst die Segmente Th11/Th12 und Th12/L1
Hintergrund
Die Brustwirbelsäule wird mechanisch durch die Brustwirbel stabilisiert und ist unbeweglicher als die Lendenwirbelsäule. Die thorakale Kyphose geht in die lumbale Lordose über. Der Gelenkflächenstellung der Zwischenwirbelgelenke wechselt von frontal (Brustwirbelsäule) auf sagittal (lumbal), was zu einer reduzierten Rotationsstabilität der lumbalen Wirbelsäule führt.
Bei Rotations- und Flexionsbewegungen wirken im Bereich des thorakolumbalen Übergangs deshalb hohe Scherkräfte.
Anatomie
Der thorakolumbale Übergang ist ein Abschnitt der Wirbelsäule und besteht aus Wirbelkörpern, Bandscheiben und Facettengelenke, die primär von dem posterioren Ligamentkomplex und dem vorderen Längsband stabilisiert werden.
Zur Stabilisierung tragen außerdem die Fascia thoracolumbalis und die autochthone Rückenmuskulatur (M. erector spinae, M. multifidus) sowie funktionell beteiligte Muskeln der hinteren Rumpfwand und Bauchmuskulatur (Musculus quadratus lumborum, Musculus psoas major, Musculus transversus abdominis) bei.
Klinik
Aufgrund der hohen mechanischen Kräfte, die im Bereich des thorakolumbalen Übergangs wirken, ist dieser Bereich der Wirbelsäule eine Prädilektionsstelle für verschiedene Erkrankungen:
- Traumatische Wirbelsäulenverletzungen (z. B. Kompressions-, Berstungsfrakturen)
- Distraktionsverletzungen
- Degenerative Spondylolisthesis
- Thorakolumbales Syndrom
- Bandscheibenvorfall
- Degenerative Bandscheibenerkrankung
- Spinalkanalstenose
Im Bereich des thorakolumbalen Übergangs befindet sich der Conus medullaris und der Beginn der Cauda equina, weshalb Verletzungen zu einem Konus-Kauda-Syndrom führen können.
Klassifizierung Wirbelkörperfrakturen
Zur Klassifizierung von Wirbelkörperfrakturen haben sich zwei Klassifikationssysteme etabliert: