Retinale Vaskulitis
Synonyme: Retinalarterienvaskulitis, Vaskulitis der Retina
Englisch: retinal vasculitis
1. Definition
Eine retinale Vaskulitis ist eine Entzündung der Netzhautgefäße mit zellulärer Infiltration des Glaskörpers. Die Erkrankung kann entweder isoliert oder im Rahmen von Systemerkrankungen auftreten. Sie führt unbehandelt oft zu retinaler Ischämie und Sehverlust.
2. Ätiologie
Die Erkrankung kann idiopathisch auftreten oder mit systemischen Autoimmun- und Infektionserkrankungen assoziiert sein, darunter:
- Autoimmunerkrankungen
- Infektionen
- Paraneoplastische Syndrome
3. Symptome
Kardinalsymptome der retinalen Vaskulitis sind die akute Visusverschlechterung und Mouches volantes. Des Weiteren können retinale Blutungen, sowie Neovaskularisationen auftreten. Weitere mögliche Symptome sind:
4. Diagnostik
- Spaltlampenuntersuchung: zelluläre Infiltration des Glaskörpers
- Ophthalmoskopie: weißliche präretinale Infiltrate, intraretinale Blutungen, Netzhautödem
- Fluoreszenzangiografie: zur Beurteilung der entzündlichen Aktivität; fleckige Hyperfluoreszenzen und Gefäßleckagen, Nachweis von Neovaskularisationen
5. Therapie
Zunächst sollte eine adäquate Therapie der Grunderkrankung erfolgen. Nach Ausschluss einer infektiösen Genese können Glukokortikoide, sowohl lokal, als auch systemisch, zum Einsatz kommen.