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Piritramid

Handelsname: Dipidolor®

1 Definition

Piritramid ist ein Analgetikum aus der Gruppe der Opioide. Es hat eine stark schmerzstillende Wirksamkeit mit einer analgetischen Potenz von ca. 0,75.

2 Pharmakologie

Piritramid wirkt agonistisch an Opioidrezeptoren und wirkt analgetisch, sedierend und antitussiv. Die Verabreichung von Piritramid kann intramuskulär oder intravenös erfolgen.

Nach intravenöser Gabe setzt die Wirkung innerhalb von wenigen Minuten ein, nach intramuskulärer Gabe in etwa 15 Minuten. Die schmerzstillende Wirkung hält etwa 6 Stunden an (Eliminationshalbwertszeit 4-10 h), nach 6 Stunden ist eine erneute Gabe möglich.

Piritramid wird in der Leber zu inaktiven Metaboliten umgesetzt, welche hauptsächlich mit dem Stuhl, in geringem Umfang jedoch auch über die Nieren ausgeschieden werden.

3 Indikationen

Piritramid ist geeignet zur Behandlung starker Schmerzen, beispielsweise zur Behandlung postoperativer Schmerzen oder auch Tumorschmerzen.

4 Kontraindikationen

Piritramid sollte nicht verabreicht werden bei:

Eine strenge Indikationsstellung ist erforderlich bei:

5 Nebenwirkungen

Bei prinzipiell gruppenspezifischen Nebenwirkungen der Opioidanalgetika wirkt Piritramid im vergleich zum Morphium stärker sedierend und ähnlich stark atemdepressiv. Jedoch treten im Vergleich zum Morphium seltener Übelkeit, Erbrechen und Obstipation auf.

Es kann unter der Gabe zu geringfügiger Bradykardie kommen. Bei rascher intravenöser Gabe kann eine Hypotonie entstehen. Weitere mögliche Nebenwirkungen sind Obstipation, Bronchospasmus und Harnverhalt. Koliken können unter der Gabe von Piritramid verstärkt werden.

Die Wirkungen und Nebenwirkungen von Piritramid können mit Naloxon antagonisiert werden.

Einen Risiko-Check z.B. auf Wechselwirkungen, Nebenwirkungen und Kontraindikationen ermöglicht die DocCheck® Pillbox.

6 Dosierung

Die Standarddosierungen für Piritramid betragen:

  • intravenös 7,5-22,5 mg (ca. 0,2 mg/kg KG)
  • intramuskulär 15-30 mg

Bei Niereninsuffizienz sollte eine Dosisanpassung erfolgen.

Fachgebiete: Pharmakologie

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