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Mehrlingsschwangerschaft

1 Definition

Unter einer Mehrlingsschwangerschaft ist eine Form von Schwangerschaft zu verstehen, in dessen Rahmen es zur Entwicklung von mindestens zwei Embryonen bzw. Feten im Mutterleib kommt. Allerdings wird bei zwei heranwachsenden Kindern in der Regel der Begriff Zwillingsschwangerschaft verwendet. Daher bezieht sich der Begriff Mehrlingsschwangerschaft meistens auf eine Schwangerschaft mit mindestens drei Kindern.

2 Formen der Schwangerschaft

  • monochorial-diamniote Mehrlingsschwangerschaft (MCDA): Rund 70 % der Schwangerschaften mit eineiigen Mehrlingen kommt auf diese Art und Weise zu Stande: Die Plazenta wird von den Mehrlingen geteilt, jeder Fetus verfügt aber über eine eigene, von den Anderen unabhängige Fruchthöhle. Die Trennwand dieser Fruchthöhle besteht aus jeweils zwei Eihäuten; jene des die Fruchthöhle besitzenden und die des Fetus in der Fruchthöhle daneben.[1]
  • dichorial-diamniote Mehrlingsschwangerschaft (DCDA): 30 % der Schwangerschaften mit eineiigen Mehrlingen entfällt auf diese Form. Damit ist es die mit Abstand häufigste Form der Mehrlings- und auch einer Zwillingsschwangerschaft. Jedes Kind verfügt sowohl über eine eigene Plazenta, als auch über eine eigene Fruchthöhle. Dabei ist jeder Mehrling von dem Chorion und dem Amnion umhüllt.
  • monochorial-monoamniote Mehrlingsschwangerschaft (MCMA): Ca. 1 % der eineiigen Mehrlingsschwangerschaften entfallen hierauf. Die Mehrlinge teilen sich sowohl eine Fruchthöhle, als auch die Plazenta. Daher existiert zwischen ihnen keinerlei Hülle bzw. Trennwand.
  • monochorial-monoamniote siamesische Mehrlingsschwangerschaft: In weniger als 0,5 % der Fälle kommt es zu dieser Art von Schwangerschaft. Die Teilungsphase der Embryoblasten verlief unvollständig und fehlerhaft, dadurch sind die Mehrlinge an mindestens einer Körperstelle zusammengewachsen. Sie teilen sich auch hier Plazenta und Fruchthöhle.

3 Häufigkeit

  • Zwillinge: etwa 1,0 – 1,4 %
  • Drillinge: etwa 0,009 – 0,01%
  • Vierlinge: 0,0002 %
  • Fünflinge: 0,000002 %

4 Anzeichen

5 Diagnose

6 Risiken

7 Quellen

  1. Mark P. Umstad et al.: Emery and Rimoin's Principles and Practice of Medical Genetics and Genomics (Seventh Edition), 2019

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