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Chorion

Synonyme: Zottenhaut, äußere Eihaut

1 Definition

Das Chorion ist die äußere Fruchthülle, die den Embryo bzw. den Fetus umgibt. Die Chorionzotten senken sich in die Gebärmutterschleimhaut (Decidua) ein und bilden so den fetalen Teil der Plazenta, über die der Stoffaustausch zwischen Kind und Mutter erfolgt.

2 Einteilung

2.1 ...nach Morphologie

In der Frühphase der Embryonalentwicklung erfolgt die Zottenbildung über die gesamte Ausdehnung des Chorions. In den Partien, die zum Uteruslumen weisen, ist sie aber schwächer ausgeprägt. Im weiteren Verlauf findet die Zottenbildung dann ausschließlich am embryonalen Pol statt, während sich die Zotten im übrigen Teil des Chorions wieder zurückbilden. Aufgrund dieser Entwicklung unterscheidet man:

2.2 ...nach Entwicklungszustand

  • Primäres Chorion
  • Sekundäres Chorion
  • Tertiäres Chorion

3 Embryologie

Aus dem Trophoblast der Blastozyste entsteht zunächst das primäre Chorion. Die Oberfläche des primären Chorions bildet feine Papillen, die Primärzotten.

Mit der Bildung des mittleren Keimblatts (Mesoderm) erhält das Chorion eine zusätzliche mesenchymale Komponente, das extraembryonale Mesoderm. Mit ihr entsteht das sekundäre Chorion. Die Chorionzotten, die aus Trophoblast und mesenchymalem Anteil bestehen, bezeichnet man entsprechend als Sekundärzotten.

Das tertiäre Chorion oder Allantochorion bildet sich mit der Entstehung der dritten Fruchthülle, der Allantois aus. Sie legt sich von innen an das sekundäre Chorion an.

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