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Chorionzotte

Englisch: chorionic villi

1. Definition

Die Chorionzotten sind fingerförmige Ausstülpungen der Zottenhaut (Chorion), welche die Kontaktoberfläche mit dem mütterlichen Blut vergrößern. Sie bilden in ihrer Gesamtheit das Chorion frondosum.

Ab der 14. Schwangerschaftswoche spricht man auch von Plazentazotten.

2. Hintergrund

Die Chorionzotten gewährleisten den Stoffaustausch zwischen dem fetalen und maternalen Blutkreislauf. Sie erhalten sauerstoffarmes Blut aus den Arteriae umbilicales, das in den Blutkapillaren der Chorionzotten durch den Kontakt mit dem mütterlichen Blut im intervillösen Raum mit Sauerstoff und Nährstoffen angereichert wird. Anschließend wird es über die Vena umbilicalis wieder zum Fetus zurückgeführt.

3. Histologie

Die Chorionzotten werden außen vom Trophoblast überzogen. In ihrem Inneren enthalten sie das Mesoderm mit zu- und ableitenden Blutgefäßen.

4. Einteilung

4.1. ...nach Entwicklungsstadium

4.2. ...nach Funktion

4.3. ...nach Abschnitt des Zottenbaums

5. Klinik

Bei der Chorionzottenbiopsie im Rahmen der Pränataldiagnostik wird Zottengewebe entnommen, um Chromosomenaberrationen und Stoffwechselerkrankungen des ungeborenen Kindes festzustellen.

Stichworte: Chorion, Plazenta, Zotte
Fachgebiete: Allgemeine Embryologie

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21.03.2024, 09:12
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