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Nabelschnur

Synonym: Funiculus umbilicalis
Englisch: umbilical cord

1 Definition

Die Nabelschnur ist ein Gewebeschlauch, der beim Menschen und anderen Säugetieren den Embryo bzw. Fetus mit der mütterlichen Plazenta verbindet.

2 Aufgabe

Über die Nabelschnur erfolgt die Versorgung des Fetus mit Nährstoffen und Sauerstoff, sowie die Entsorgung von Stoffwechselabbauprodukten wie Kohlendioxid.

3 Anatomie

Die menschliche Nabelschnur ist bei einem Reifgeborenen etwa 50 bis 60 cm lang, und hat einen Durchmesser von 1,5 bis 2 cm. Sie ist in der Regel spiralig gewunden und außen vom Amnion umgeben.

Anfänglich enthält die Nabelschnur vier Blutgefäße, von denen sich die rechte Nabelschnurvene zwischen dem 28. und 32. Tag der Embryonalentwicklung zurückbildet. Danach verbleiben drei Gefäße, zwei Nabelarterien (Arteriae umbilicales), die kohlendioxidreiches und nährstoffarmes Blut vom Kind zur Plazenta leiten und eine Nabelvene (Vena umbilicalis), die Blut von der Plazenta zum Kind leitet.

4 Histologie

Die Nabelschnur besteht zum überwiegenden Teil aus gallertigem Bindegewebe, das für die notwendige Flexibilität verantwortlich ist und gleichzeitig vor einem Abknicken bei Biegebelastungen schützt. Es setzt sich aus feinen Kollagenen, wenigen Fibroblasten und großen Mengen an hydrophilen Hyaluronsäuren ("Wharton-Sulze") zusammen.

5 Klinik

Beim Menschen wird die Nabelschnur nach der Geburt zweifach abgebunden und durchtrennt, sobald das Blut in der Nabelschnur aufgehört hat zu pulsieren. Dies ist in der Regel fünf bis zehn Minuten nach der Geburt der Fall. Die nach Abfallen des Nabelschnurrests (nach etwa drei bis zehn Tagen) entstehende Narbe in der Mitte des Bauchs ist der Nabel (Umbilicus).

Aus dem Nabelschnurblut können Stammzellen gewonnen und für die spätere Verwendung konserviert werden.

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