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Mastzelldegranulation

1 Definition

Der Begriff Mastzelldegranulation bezeichnet den Vorgang der Freisetzung von Stoffen aus den Granula einer Mastzelle (Degranulation). Dieser Mechanismus ist zum Beispiel bei Typ-I-Allergien zu beobachten.

2 Hintergrund

Mastzellen finden sich hauptsächlich in der subepithelialen Haut, sowie in den Atemwegen und im Gastrointestinaltrakt. Dort zeigt die Mastzelldegranulation auch am schnellsten ihre Wirkungen, z.B. Quaddelbildung, Juckreiz oder Bronchokonstriktion.

3 Pathomechanismus

Damit die Mastzelle ihre Mediatoren freisetzt, muss sie stimuliert werden. Dies geschieht entweder IgE-vermittelt oder nicht-IgE-vermittelt durch Pseudoallergene.

3.1 IgE-vermittelte Mastzelldegranulation

Die IgE-vermittelte Mastzelldegranulation ist der klassische Mechanismus der Entstehung einer Typ-I-Allergie. Hierbei kommt zunächst ein Antigen in Kontakt mit einer antigenpräsentierenden Zelle (APC, z.B. dendritische Zelle, Makrophagen, Monozyten). Die APC nimmt das Antigen via Phagozytose oder Pinozytose auf und führt über eine T-Zell-Aktivierung zur Differenzierung der B-Zellen. Die B-Zellen produzieren von nun an spezielle Antikörper gegen das Antigen. Die IgE-Antikörper werden unter anderem auf Mastzellen positioniert. Dieser Prozess wird als Sensibilisierung bezeichnet. Tritt das Antigen nun erneut auf, wird es von den IgE-Antikörpern auf den Mastzellen erkannt und es kommt zur Ausschüttung der Mediatoren der Mastzellen. Dieser Prozess wird als Evozierung bezeichnet. Typischerweise ausgeschüttete Mediatoren sind z.B. Histamin, Tryptase, Prostaglandin D2, LT C4 und blutplättchenaktivierende Faktoren.

4 Ursachen der Mastzelldegranulation

Für die Freisetzung der Mediatoren haben in allererster Linie Allergene, aber auch Neuropeptide, Anaphylatoxine, Zytokin und auch Medikamente (z.B. Kontrastmittel) Bedeutung.

5 Beispiele bedeutsamer Erkrankungen

Erkrankungen, bei denen die Mastzelldegranulation bedeutsam ist, sind z.B.:

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