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MANV

1 Definition

Die Abkürzung MANV steht für "Massenanfall von Verletzten" und beschreibt einen außergewöhnlichen Vorfall, bei dem die rettungsdienstliche Regelversorgung nicht mehr ausreicht.

2 Hintergrund

Ein Massenanfall von Verletzten stellt einen Grenzbereich zwischen der Notfallmedizin und der Katastrophenmedizin dar. Die individualmedizinische Versorgung muss teilweise zum Wohl der Vielen eingeschränkt werden, um Ressourcen zielorientiert einsetzen zu können.

Die Definition von MANV-Stufen ist in Deutschland regional unterschiedlich. Insbesondere in Ballungsräumen stellen Schadensereignisse mit 25 Patienten weniger große Herausforderungen dar als in ländlichen Regionen bei denen 25 Patienten die regulären Rettungsdienste schnell an ihre Leistungsgrenzen führen. Gerade bei größeren MANV-Lagen ist eine überörtliche oder gar überregionale Kooperation von Nöten, um die medizinische Schadenslage zu bewältigen.

Die Bewältigung eines MANV-Ereignisses ist eine Herausforderung, die von den Organen der öffentlichen Gefahrenabwehr interdisziplinär angegangen werden muss. Kliniken stellen einen vitalen Part in diesem System dar und müssen unter Umständen plötzlich große Patientenströme erstaufnehmen und versorgen. Eine entsprechende Vorplanung und regelmäßiges Training sind essentiell.

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