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Fußgewölbe

1 Definition

Als Fußgewölbe bezeichnet man die in 2 Ebenen geschwungen verlaufende Anordnung der Fußknochen, die auf der Plantarseite des Fußes einen Hohlraum formt.

2 Anatomie

Die Wölbung des Fußes wird durch die an seinen Knochen ansetzenden Sehnen, Bänder und Muskeln erreicht. Durch diese Elemente kommt es zu einer aktiven und passiven Verspannung der Fußknochen. Man unterscheidet:

2.1 Längsgewölbe

An der aktiven Verspannung des Längsgewölbes sind folgende Strukturen beteiligt:

Die passive Verspannung erfolgt unter anderem durch:

2.2 Quergewölbe

Die aktive Verspannung des Quergewölbes wird vor allem durch das Zusammenspiel von Musculus tibialis posterior und Musculus fibularis longus erreicht. Ferner wirken an ihr die kurzen Fußmuskeln mit, vor allem das Caput transversum des Musculus adductor hallucis.

An der passiven Verspannung sind die Plantaraponeurose und das Ligamentum metatarsale transversum profundum beteiligt.

3 Funktion

Durch das Fußgewölbe wird das Körpergewicht nicht von der gesamten Fußfläche getragen, sondern hauptsächlich von der Ferse (Tuber calcanei), dem Großzehenballen (Großzehengrundgelenk bzw. I. Metatarsalköpfchen) und dem Kleinzehenballen (Kleinzehengrundgelenk bzw. V. Metatarsalköpfchen).

4 Klinik

Eine mangelhafte Ausbildung des Fußgewölbes ist die Grundlage vieler Fußdeformitäten, z.B. Plattfuß, Senkfuß oder Spreizfuß.

Tags:

Fachgebiete: Untere Extremität

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