Synonyme: Nasennebenhöhlenentzündung, Entzündung der Sinus paranasales
Englisch: sinusitis


Eine Sinusitis ist eine akute oder chronische Entzündung der Nasennebenhöhlen. Sie ist eine häufige Begleiterkrankung einer Rhinitis bzw. Pharyngitis.
Die Entzündung mehrerer bzw. aller Nasennebenhöhlen wird als Pansinusitis bezeichnet.
Eine Sinusitis betrifft am häufigsten die Kieferhöhle und die Siebbeinzellen. Seltener sind die Stirnhöhle und die Keilbeinhöhle betroffen.
Ein Befall der Kieferhöhle und der Siebbeinzellen äußert sich symptomatisch in Form von Kopfschmerzen in der Umgebung der befallenen Nebenhöhlen, jedoch auch hinter dem Auge und in der Stirnregion. Die Schmerzintensität kann durch Bücken oder Pressen gesteigert werden.
Der Nervus infraorbitalis ist an seinem Austrittspunkt druckschmerzhaft. Die Kieferhöhlenwand schmerzt bei Palpation und Perkussion. Die Nasenatmung ist meist stark behindert.
Eine Sinusitis der Stirnhöhle führt zu starken Kopfschmerzen über der Stirn und Druckschmerzhaftigkeit der Stirnhöhlenwandung (Klopfempfindlichkeit). Die Kopfschmerzintensität ist durch Bücken und Pressen ebenfalls steigerbar.
Aus dem Befall der Keilbeinhöhle resultieren typischerweise dumpf pochende Kopfschmerzen, die von der Keilbeinhöhle ausgehend in den Hinterkopf ausstrahlen und durch Bücken und Pressen steigerbar sind.
Im Rahmen der Diagnostik einer Sinusitis sollte vor allem die Unterscheidung zwischen akut und chronisch getroffen werden können, um daraus therapeutische Konsequenzen abzuleiten.
In der Anamnese sind u.a. der Zeitraum der Beschwerden, freie Intervalle zwischen wiederkehrenden Entzündungen und die Art des Kopfschmerzes genau zu erfragen. Andere Formen des Kopfschmerzes (z.B. Migräne, Cluster-Kopfschmerz) sind differentialdiagnostisch auszuschliessen.
Die klinische Untersuchung besteht hauptsächlich aus der (apparativen) Inspektion der Nase und der Nebenhöhlen und der Zuhilfenahme bildgebender Verfahren.
Eine Einseitigkeit der Sinusitis ist mit der Diaphanoskopie bei Ausleuchtung der Kieferhöhle aus dem Mundraum aus gut zu erkennen. Die betroffene Seite ist weniger lichtdurchlässig.
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