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Schnarchen

Synonym: Rhonchopathie
Englisch: snoring

1 Definition

Schnarchen bzw. Rhonchopathie ist der Ausdruck für Töne bzw. Geräusche, die im Schlafszustand durch Vibration von Teilen der oberen Atemwege verursacht werden.

ICD-10-Code: R06.5

2 Charakteristika

Schnarchen tritt durch die Bewegung der Atemluft auf, welche Anteile des Respirationstrakts während des Schlafens zum Vibrieren bringt. Der Ton kann unterschiedlichen Charakters sowie Lautstärke sein und wird von anderen Personen meistens als störend empfunden. Die schnarchende Person selbst merkt die Störung in der Regel nicht, bis jemand sie darauf hinweist. Nur in Ausnahmefällen kann ein Schnarcher von seinem eigenen (sehr lauten) Schnarchgeräusch aufwachen.

3 Ursachen

Die Ursache des Schnarchens ist generell eine Verengung der Atemwege. Meistens ist es das Gaumenzäpfchen (Uvula) oder der weiche Gaumen (Palatum molle) selbst, welche während der Inspiration in Schwingungen versetzt werden und dadurch den Ton auslösen. Auch eine Hyperplasie des Waldeyerschen Rachenrings, vor allem der Tonsilla lingualis, Tonsilla palatina oder Tonsilla pharyngea, kann Schnarchen verursachen. In seltenen Fällen ist auch eine Deformität des Kehlkopfs, insbesondere der Epiglottis (Kehldeckel) auslösend.

Die Ursache des Schnarchens ist jedoch meist nicht auf einen Einzelfaktor zurückzuführen, vielmehr handelt es sich um multikausales Zusammenwirken mehrerer Begebenheiten. So kann Übergewicht häufig zum Schnarchen führen, ebenso wie übermäßiger Alkoholkonsum, die Einnahme von Beruhigungs- oder Schlafmitteln oder genetische Veranlagung.

4 Folgen

Schnarchende Personen haben oft keinen erholsamen Schlaf. Der Körper wird durch eine oft verminderte Sauerstoffzufuhr während der Nacht nicht ausreichend erholt. Ist das Schnarchen sehr ausgeprägt, kann es zu kurzzeitigen Atemaussetzern kommen, die den Schlaf zusätzlich stark stören.

In der Schlafmedizin spricht man in diesem Fall von einem Upper Airway Resistance Syndrom (UARS), welches eine ernstzunehmende Störung ist, da der Körper durch die Atemaussetzer vermehrt Stresssituationen ("arousal reaction") ausgesetzt ist. So kommt es zu Phasen mit Tachykardie, starkem Schwitzen und erhöhter Adrenalinausschüttung, welche jedoch zum Großteil nicht zum Aufwachen führen.

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