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Chronisch lymphatische Leukämie

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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Englisch: chronic lymphocytic leukemia

1. Definition [bearbeiten]

Die chronisch lymphatische Leukämie, kurz CLL, ist ein Non-Hodgkin-Lymphom mit niedrigem Malignitätsgrad. In 97% der Fälle ist es ein B-Zell-Lymphom, in 3% der Fälle sind T-Zellen betroffen. Die Krankheit zeichnet sich duch eine Vermehrung von immuninkompetenten (funktionslosen) Lymphozyten im Blutkreislauf, Knochenmark und Lymphsystem aus.

2. Ätiologie [bearbeiten]

Es gibt bisher keine eindeutigen Hinweise darauf, dass die CLL durch eine infektiöse Ursache (z.B. Viren) hervorgerufen oder begünstigt werden kann. Vielmehr vermutet man, dass Chromosomentranslokationen Auslöser sind. Allerdings sind diese nicht auf eine bestimmte Translokation zu beschränken, sondern meistens sind mehrere solcher Veränderungen zu beobachten.

3. Epidemiologie [bearbeiten]

Die CLL ist die häufigste Leukämieform, wobei Männer fast doppelt so häufig betroffen sind wie Frauen. Die Krankheit tritt meistens im mittleren bis höheren Alter auf, wobei der Häufigkeitsgipfel zwischen dem 60. und 70. Lebensjahr liegt. Es gibt in Deutschland etwa 5 Fälle pro 100.000 Einwohner im Alter zwischen 40 und 50 Jahren und 30 Fälle pro 100.000 Einwohner im Alter zwischen 70 und 80 Jahren.

4. Symptomatik [bearbeiten]

Etwa 20% der Patienten sind asymptomatisch. Oftmals wird die Krankheit zufällig im Rahmen einer Routineuntersuchung diagnostiziert. Die Frühsymptome der Krankheit sind:

Symptome im weiteren Krankheitsverlauf:

Bei etwa 50% der Patienten besteht eine meist milde Anämie und deren Folgen.

5. Diagnose [bearbeiten]

Im Differentialblutbild sind die Leukozyten in 98% der Fälle erhöht, allerdings erreichen sie meistens nicht ein so hohes Niveau wie bei der chronisch myeloischen Leukämie (CML). In einigen wenigen Fällen tritt auch eine verminderte Leukozytenzahl auf, jedoch ist die relative Lymphozytenzahl immer erhöht (meistens über 75% der Leukozyten).

Ein auffälliges Merkmal der CLL sind die sogenannten Gumprecht'schen Kernschatten, welche durch die Herstellung des Blutausstrichs zerstörte Lymphozyten darstellen. Diese zerfallen bei der CLL eher als normalerweise, weshalb besonders viele dieser Kernschatten im Mikroskop zu sehen sind.

Außerdem ist bei etwa der Hälfte der Patienten eine meist milde Anämie zu erkennen. Beim Vorliegen einer Anämie sollte deshalb immer die Ursache geklärt und nicht nur symptomatisch behandelt werden.

6. Therapie [bearbeiten]

Bei einem sehr frühen Stadium der Krankheit wird in der Regel nur mit Antibiotika und Antimykotika behandelt.

Bestehen bereits Lymphknotenschwellungen wird beim Auftritt von Komplikationen (wie z.B. einer Anämie) mit Chemotherapeutika behandelt. Bei größeren Lymphomen erhält der Patient zusätzlich eine Strahlentherapie.

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