Lymphadenitis mesenterialis: Unterschied zwischen den Versionen
K (0FCA4E9878DF4 verschob Seite Brenneman-Syndrom nach Lymphadenitis mesenterialis) |
|
(kein Unterschied)
|
Version vom 25. Mai 2015, 14:27 Uhr
Synonyme: Lymphadenitis mesenterialis, Lymphadenitis mesenterica, Morbus Maßhoff, Pseudoappendizitis, Maßhoff-Lymphadenitis
Definition
Das Brenneman-Syndrom ist eine infektiöse Lymphknotenschwellung in Folge einer Entzündung des Ileum. Betroffen sind praktisch ausschließlich Kinder. Die Erkrankung bedarf zumeist keiner Therapie, da sie von alleine ausheilt.
ICD10-Codes
- A04.6 - Enteritis durch Yersinia enterocolitica
- I88.0 - Unspezifische mesenteriale Lymphadenitis
Ursache
Direkte Ursache ist eine entzündliche Reaktion im Ileum, der eine Infektion zugrunde liegt. Typische Krankheitserreger der unspezifischen Form sind das Epstein-Barr-Virus, das Zytomegalievirus oder Adenoviren. Eine seltenere Ursache sind Rotaviren. Erreger der spezifischen mesenterialen Lymphadenitis sind Yersinia pseudotuberculosis oder Yersinia enterocolitica.
Symptome
Die Symptomatik des Brenneman-Syndroms ähnelt einer Appendizitis - daher der Name "Pseudoappendizitis". Die Patienten klagen über Fieber und Druckschmerzhaftigkeit im rechten Unterbauch. Andere Lymphknotenstationen oder die Tonsillen können ebenfalls angeschwollen sein.
Diagnose
Die rektal-axilläre Temperaturdifferenz ist hoch, ebenfalls zeigt sich in der Regel ein starker Anstieg der Antikörpertiter. Im hochauflösenden abdominalen Ultraschall können die vergrößerten mesenterialen Lymphknoten sichtbar gemacht werden. Ein Erregernachweis mittels Stuhlprobe gelingt nur selten.
Differentialdiagnose
Therapie
Das Brenneman-Syndrom zeigt häufig einen selbstlimitierenden Verlauf, sodass - abgesehen von körperlicher Schonung - keine Therapie notwendig ist. Bei immunsuppressiven oder abwehrgeschwächten Patienten kann jedoch eine unterstützende Antibiose indiziert sein. Im seltenen Fall einer Intussuszeption (Invagination) ist ein chirurgischer Eingriff notwendig.