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Windeldermatitis

Synonym: Dermatitis ammoniacalis

1 Definition

Die Windeldermatitis stellt eine irritativ toxische Dermatitis im Windelbereich bei Neugeborenen und Säuglingen dar.

2 Epidemiologie

Es sind etwa zwei Drittel aller Säuglinge von der Dermatitis ammoniacalis betroffen.

3 Pathogenese

Hervorgerufen wird die Windeldermatitis durch einen wiederholten Kontakt der Haut mit Stuhl und Urin unter Okklusion. Prädisponierend für die Erkrankung sind die Besiedlung mit Candida albicans sowie mit Staphylokokken, Infektionen, die Einnahme von Antibiotika sowie ein seltener Wechsel der Windeln.

4 Klinik

Die Windeldermatitis manifestiert sich durch ein vor allem perianal und in den Leisten auftretendes, flächiges Erythem in Kombination mit Nässen. Es können auch zusätzlich Pusteln auftreten. Die Besiedlung mit Candida albicans verstärkt die Beschwerden und führt ferner zu Pruritus und Schmerzen.

5 Differenzialdiagnose

Zu den Differenzialdiagnosen gehören die infantile Psoriasis, die atopische Dermatitis, das seborrhoische Ekzem und auch die Impetigo contagiosa.

6 Therapie

Basistherapie der Windeldermatitis ist zunächst das häufige Wechseln der Windeln. Nässende Hautareale können mit austrocknenden, desinfizierenden Pasten (z.B. Chlorhexidindicluconat 1%) und Zinkpaste behandelt werden. Ist das betroffene Hautgebiet sehr entzündet, wird zusätzlich mit schwachen Kortisonpräparaten bezandelt. Eine Infektion mit Candida albicans bedarf einer antimykotischen Therapie z.B. lokal und oral mit Nystatin.

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