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Vena saphena magna

von arabisch: صَافِن ("sâfin") - verborgen
Synonyme: Große Rosenader, Saphena magna
Englisch: great saphenous vein, GSV

1 Definition

Die Vena saphena magna, kurz VSM, ist die größte oberflächliche Vene der unteren Extremität. Sie kann sehr variabel ausgeprägt sein.

2 Anatomie

Der Ursprung der Vena saphena magna liegt im Bereich des medialen Fußrands. Sie zieht vor dem Malleolus medialis in Nachbarschaft des Nervus saphenus nach ventral und kranial entlang der Tibia bis zum Knie. An der Medialseite des Knies läuft sie über den Hinterrand des Epicondylus medialis femoris zum Oberschenkel. Im proximalen Drittel des Oberschenkels trifft sie auf den Venenstern. Sie durchstößt im Hiatus saphenus die Fascia cribrosa und gibt ihr Blut schließlich in die Vena femoralis ab.

Im Venenstern treffen folgende epifasziale Venen auf die Vena saphena magna: Vena epigastrica superficialis, Vena circumflexa ilium superficialis, Venae pudendae externae und die z.T. ausgebildete Vena saphena accessoria.

Die Vene hat über das System der Perforansvenen zahlreiche Anastomosen zu den tiefen Beinvenen.

2.1 Zuflüsse

3 Histologie

Die Vena saphena magna weist den typischen dreischichtigen Wandaufbau der venösen Blutgefäße auf, der aus Intima, Media und Adventitia besteht. Sie ist durch ein besonders hohes Vorkommen von Venenklappen gekennzeichnet.

4 Klinik

4.1 Varikose

Die Vena saphena magna kann wie andere Beinvenen von einer Varikose betroffen sein.

4.2 Thrombose

Die Thrombose der Vena saphena magna ist per se nicht lebensbedrohend. Über Perforansvenen kann sich die Thrombose jedoch in die tiefen Beinvenen ausbreiten und eine tiefe Beinvenenthrombose auslösen.

4.3 Nutzung als Gefäßtranplantat

Die Vena saphena magna war in der Vergangenheit das mit am häufigsten verwendete Blutgefäß für Bypässe. Die Entfernung ist möglich, da eine ausreichende Kollateralversorgung besteht. Zudem ist sie aufgrund ihrer anatomischen Lage gut operativ zugänglich. Für die Bypasschirurgie der Extremitäten gilt sie weiterhin als bevorzugtes Graft.[1] Allerdings wird aktuell (2021) die Verarbeitung arterieller Gefäße für koronararterielle Bypässe bevorzugt, da diese langfristig deutlich höhere Erfolgsraten aufweisen.[2]

VSM-Transplantate sind als körpereigene Gefäßtransplantate grundsätzlich besser geeignet als synthetische Gefäßprothesen.

5 Quellen

  1. S3-Leitlinie PAVK Stand 2015
  2. Neumann et al.: ESC/EACTS Guidelines on myocardial revascularization European Heart Journal, 2019

Diese Seite wurde zuletzt am 28. Mai 2021 um 17:57 Uhr bearbeitet.

Ah, ok. Das können wir leider nicht so ohne weiteres ändern. Wie sagt man so schön: Es gilt das geschriebene Wort.
#5 am 24.05.2021 von Dr. Frank Antwerpes (Arzt | Ärztin)
Gast
Es geht bei der falschen Mehrzahl wohl um das Video. Dort ist mehrmals von "veni sapheni" die Rede. Verringert meiner Meinung nach aber nicht die Verständlichkeit des Videos.
#4 am 24.05.2021 von Gast (Student/in der Humanmedizin)
Sorry, aber wo soll denn der Fehler sein? Plural gibt es im Text nur einmal und da steht "Venae". Bin mir aber ziemlich sicher, dass man Mehrzahl mit "h" schreibt. ;-)
#3 am 14.06.2019 von Dr. Frank Antwerpes (Arzt | Ärztin)
Gast
Das hätte man auch freundlicher formulieren können. Es ist auch so richtig gut.
#2 am 13.06.2019 von Gast (Gesundheits- und Krankenpfleger/in)
Wenn die lateinische Sprache dann noch korrekt verwendet werden würde, wäre es richtig gut. Mehrzal von vena ist venae.
#1 am 30.07.2016 von Dr. med. Heinrich Fiechtner (Arzt | Ärztin)

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