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Transnasale Magensonde

Synonym: nasogastrale Magensonde

1 Definition

Eine transnasale Magensonde ist ein röhrenförmiges Medizinprodukt aus flexiblem Kunststoff, das über die Nase in den Magen vorgeschoben wird.

2 Indikationen

siehe: Magensonde

3 Durchführung

Nach Aufklärung des Patienten wird das besser belüftete Nasenloch sowie die Rachenwand mit Lidocain-Spray anästhesiert. Zusätzlich wird Lidocain-Gel als Gleitmittel auf die Sondenspitze aufgetragen. Bei der Abmessung der transnasalen Magensonde gilt als Richtwert die Mund-Ohr-Magen-Länge.

Die Sonde wird mit leichten Drehbewegungen eingeführt. Der Patient sollte dabei immer wieder kleine Schlucke Wasser trinken. Zum Schluss wird in die Magensonde Luft appliziert, bei gleichzeitiger Auskultation des Magens, um die richtige Lage zu kontrollieren. Anschließend wird die Sonde mit einem Pflaster unter Einhaltung eines leichten Spielraums auf dem Nasenrücken fixiert.

4 Kontraindikationen

5 Komplikationen

5.1 Neuanlage

Durch die Reizung im Rachenbereich, kann es zum Auslösen des Würgereflexes mit Erbrechen kommen. Kleine Läsionen an der Nasenschleimhaut führen zur kurzzeitigen Epistaxis. Durch eine Reizung des Nervus vagus ist eine reflektorische Bradykardie oder in seltenen Fällen auch ein Herzstillstand möglich. Ebenso kann beim Legen der Magensonde stressbedingt eine Tachykardie auftreten. In seltenen Einzelfällen - v.a. beim Einsatz unangemessener Kraft - kann die Magensonde die Schädelbasis durchbrechen.

5.2 Liegende Sonde

Bei längerer Liegedauer treten Ulzera oder Dekubiti am Naseneingang, an der Nasenschleimhaut, im Rachen, im Ösophagus oder im Magen auf. Die Sonde kann v.a. beim Erbrechen herausrutschen. Wickelt sich die Sonde im Rachenraum auf, führt die Gabe von Sondenkost ggf. zur Aspiration. Eine Aspiration kann darüber hinaus auch auftreten, wenn der Patient neben der Magensonde erbricht oder regurgitiert und nicht über ausreichende Schutzreflexe verfügt.

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