Bitte logge Dich ein, um diesen Artikel zu bearbeiten.
Bearbeiten

Thrombozyten-Antikörper

Synonyme: Antithrombozytäre Antikörper, Autoantikörper gegen Thrombozyten
Englisch: anti-platelet antibodies

1 Definition

Thrombozyten-Antikörper sind Antikörper, die gegen Antigene der Thrombozytenoberfläche gerichtet sind. Labordiagnostisch können sie u.a. bei verschiedenen Erkrankungen, die mit einer Immunthrombozytopenie assoziiert sind, nachgewiesen werden.

2 Pathophysiologie

Thrombozytenantikörper können als Autoantikörper sowie als Alloantikörper vorkommen und richten sich gegen verschiedene Antigene wie z.B. HPA. Die Autoantikörper binden an Oberflächenproteine der körpereigenen Thrombozyten während die Alloantikörper an transfundierte bzw. fetale Thrombozyten binden. Die Thrombozyten-Antikörperkomplexe werden anschließend u.a. von Makrophagen des retikuloendothelialen Systems abgebaut, woraus eine Thrombozytopenie resultiert. Intravasale Reaktionen mit Komplementaktivierung, die zu einem schweren Verlauf führen, können auftreten, sind jedoch selten. In der Regel werden keine schwerwiegenden systemischen Komplikationen beobachtet.

3 Material

Für die Untersuchung wird 1 ml Blutserum benötigt.

4 Referenzbereich

Im Normalfall fällt das Ergebnis der Laboruntersuchung negativ aus.

5 Interpretation

Ein positiver Antikörpernachweis kann u.a. folgende Ursachen haben:

6 Hinweis

Positive Befunde sollten immer in Zusammenschau mit der Klink des Patienten beurteilt werden. Negative Befunde schließen keines der Krankheitsbilder aus.

7 Quellen

  • Laborlexikon.de, abgerufen am 25.05.2021

Diese Seite wurde zuletzt am 25. Mai 2021 um 16:59 Uhr bearbeitet.

Um diesen Artikel zu kommentieren, melde Dich bitte an.

Klicke hier, um einen neuen Artikel im DocCheck Flexikon anzulegen.

Artikel wurde erstellt von:

Letzte Autoren des Artikels:

1 Wertungen (4 ø)

114 Aufrufe

Copyright ©2021 DocCheck Medical Services GmbH | zur mobilen Ansicht wechseln
DocCheck folgen: