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Erythema infectiosum

(Weitergeleitet von Ringelröteln)

Synonym: Ringelröteln
Englisch: fifth disease, slapped cheek disease

1 Definition

Das Erythema infectiosum ist eine in Epidemien auftretende seltene Kinderkrankheit (Infektionskrankheit).

2 Ätiologie

Auslösender Erreger ist das Humane Parvovirus B19 (HPV-B19). Der Erreger wird durch Tröpfcheninfektion übertragen. Meistens sind Kinder im Schulalter betroffen.

3 Klinik

Die Symptomatik ist in der Regel mild. Auffällig ist ein charakteristisch lokalisiertes Exanthem an Gesicht, Streckseiten der Extremitäten und Rumpf. Man spricht auch von einem "girlandenförmigem" Exanthem. Das Exanthem kann innerhalb von bis zu 7 Wochen wechselnd auftreten und wieder verschwinden. In der Regel dauert es allerdings nicht länger als 10 Tage an. Oft blassen die zentralen Partien des Exanthems vor dem Verschwinden ab.

Begleitend finden sich Juckreiz, leichtes Fieber, Arthralgien und eine Pharyngitis.

4 Mögliche Komplikationen

Selten kommt es im Verlauf des Erythema infectiosum zu einer Arthritis. Bei Patienten mit chronischer Hämolyse (z.B. Sichelzellanämie) kann es auch zu ernsthaften Störungen der Blutbildung kommen (Anämie).

Insgesamt betrachtet kommt es im Rahmen eines Erythema infectiosum selten zu Komplikationen.

Bei Infektionen in der Schwangerschaft kommt es vor allem im 1. Trimenon häufig zu Spontanaborten. Bei späteren Infektionen kann es zu aplastischen Anämien und schweren fetalen Missbildungen kommen, zum Beispiel zum Hydrops fetalis. Sie können einen Fruchttod nach sich ziehen. Ab dem 3. Trimenon kommt es meist nur zu vorübergehenden aplastischen Phasen des Feten.

5 Diagnostik

Die Diagnose ist klinisch zu stellen. Ein definitiver Nachweis kann durch die Bestimmung von Antikörpern gegen HPV-B19 erbracht werden.

6 Differentialdiagnose

7 Therapie

Die Therapie ist symptomatisch, es können antipyretische Analgetika (z.B. Paracetamol) verabreicht werden. Bei Halsschmerzen können Halspastillen mit Lokalanästhetikum Abhilfe schaffen. Die Krankheit verläuft fast immer selbslimitierend gutartig.

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Fachgebiete: Kinderheilkunde

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