Bitte logge Dich ein, um diesen Artikel zu bearbeiten.
Bearbeiten

Renale Osteopathie

Synonym: Renale Osteodystrophie
Englisch: renal osteopathy

1 Definition

Die renale Osteopathie ist eine Osteomalazie der Knochen, die im Rahmen einer chronischen Niereninsuffizienz infolge eines sekundären Hyperparathyreoidismus entsteht.

2 Pathophysiologie

Bei chronischer Niereninsuffizienz besteht ein Mangel an 1,25-Dihydroxycholecalciferol oder auch kurz Calcitriol genannt. Dieses stellt die stoffwechselaktive Form des Vitamin D (Cholecalciferol) dar.

Cholecalciferol wird zunächst in der Leber hydroxyliert und danach durch eine zweite Hydroxylierung in der Niere in die biologisch aktive Form überführt.

Calcitriol ist verantwortlich für die Calcium- und Phosphatrückresorption aus dem Gastrointestinaltrakt und der Niere und ist entscheidend für die Mineralisation des Knochenmaterials.

Fehlt Calcitriol, kommt es zu einer Hypocalcämie und später zu Osteomalazie bzw. Osteodystrophie.

3 Symptome

Klinische Symptome sind u.a. Knochen- und Gelenkschmerzen, sowie Schwellungen und Deformationen. Sie treten häufig zusammen mit einer proximal betonten Muskelschwäche auf.

4 Therapie

Die therapeutischen Optionen umfassen eine Substitution von Calcitriol, Calcium, Calciumcarbonat und als chirurgische Maßnahme eine subtotale Parathyreoidektomie (Parathormon ist Antagonist von Calcitriol!).

Um diesen Artikel zu kommentieren, melde Dich bitte an.

Klicke hier, um einen neuen Artikel im DocCheck Flexikon anzulegen.

Letzte Autoren des Artikels:

40 Wertungen (2.68 ø)

82.064 Aufrufe

Du hast eine Frage zum Flexikon?
userImage

Anne Düchting

Zuständig für allgemeine Fragen zum Flexikon.

Du hast eine Frage zum Flexikon?
userImage

Bijan Fink

Zuständig für inhaltliche Fragen zum Flexikon.

Copyright ©2019 DocCheck Medical Services GmbH | zur mobilen Ansicht wechseln
DocCheck folgen: