Vom 13. bis 26. Juni steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.
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Wir sind gen Süden gefahren und machen eine Pause. Deswegen steht das Flexikon vom 13. bis 26. Juni 2022 nur im Lesemodus zur Verfügung. Ab dem 27. Juni könnt ihr wieder mit voller Kraft losschreiben.

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Perioperative prophylaktische Antibiose

Synonym: Perioperative Antibiotika-Prophylaxe, PAP
Englisch: perioperative antibiotic prophylaxis

1 Definition

Die perioperative prophylaktische Antibiose beschreibt die direkte Anwendung von Antibiotika während einer Operation, um einer Wundinfektion entgegen zu wirken.

2 Wortbedeutungen

3 Erläuterungen

Das aktuelle Verständnis geht davon aus, dass ein antibiotischer Wirkschutz im Gewebe aufgebaut wird, der die Kolonisation der intraoperativ freigesetzen Erreger verhindert.

Da durch jede Antibiotikagabe als "Kollateralschaden" die Entwicklung von Resistenzen gefördert wird, sollte die Prophylaxe möglichst kurzdauernd sein.

4 Durchführung, Präparate

Die antibiotische Prophylaxe muss individuell und risikoadaptiert durchgeführt werden. Der Antibiotikumsgewebespiegel muss bis zum Wundverschluss konstant gehalten werden. Als Mittel der Wahl werden Cefazolin oder Cephalosporine der 2. Generation eingesetzt.

Cefazolin wird intravenös ungefähr 30 Minuten vor dem Schnitt und anschließend alle 2 Stunden verabreicht. Es ist ein halbsynthetisches Antibiotikum aus der Klasse der Cephalosporine (Cephalosporin der 1. Generation). Es wird darüber hinaus auch bei mittelschweren bakteriellen Infektionen der Lunge (Lungenentzündung und Bronchitis), Knochen, Gelenke, Magen, Blut, Herzklappen und der Harnwege (Nierenbecken, Harnblase, Harnleiter, Vorsteherdrüse) eingesetzt. Das Mittel ist jedoch nur gegen bestimmte Erreger wirksam, es hemmt bei diesen die Zellwandneusynthese.

Alternativ können Kombinationspräparate aus Aminopenicillin und Betalaktamaseinhibitor (z.B. Piperacillin+Tazobactam) verwendet werden.

Diese Seite wurde zuletzt am 22. November 2021 um 10:20 Uhr bearbeitet.

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