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Peginterferon alfa

Synonyme: Peginterferon alpha, Peginterferon α

1 Definition

Peginterferon alfa ist PEGyliertes Interferon-alpha (INFα), welches als Arzneistoff eingesetzt wird. Die Konjugierung mit Polyethylenglykol (PEG) bewirkt eine Retardierung des Interferons und somit eine langsamere Freisetzung des Arzneistoffs.

2 Unterteilung

  • Peginterferon alfa-2a: PEGyliertes rekombinantes Interferon alfa-2a (Handelsname PegIntron®)
  • Peginterferon alfa-2b: PEGyliertes rekombinantes Interferon alfa-2b (Handelsname Pegasys®)

Der Hauptunterschied zwischen beiden Präparaten ist deren Dosierung. Peginterferon alfa-2a wird als fixe Dosierung einmal wöchentlich appliziert. Peginterferon alfa-2b wird einmal wöchentlich abhängig vom Körpergewicht des Patienten verabreicht.

3 Wirkmechanismus

Der Wirkmechanismus von Peginterferon alfa gleicht dem des INFα. INFα hemmt die Virusreplikation in der Wirtszelle. Es bindet an seinen spezifischen Interferonrezeptor (IFNR) auf der Zelloberfläche. Durch die Aktivierung des JAK-STAT-Signalwegs, wird der signaltransduzierende Transkriptionsaktivator (STAT) aktiviert, welcher im Zellkern die Transkription verschiedener antiviraler Gene induziert.

siehe auch: Interferon-alpha

4 Pharmakokinetik

Durch die PEGylierung wird der körpereigene Abbau und die renale Clearance des Interferons verzögert und somit dessen Plasmahalbwertszeit im Vergleich zu nicht PEGyliertem Interferon um das etwa 10fache erhöht (von ca. 4 h auf ca. 40 h). Daraus ergeben sich gleichmäßigere Plasmaspiegel und eine geringere Peak-Trough-Fluktuation. Therapeutisch bietet die PEGylierung den Vorteil, dass das Arzneimittel nur einmal wöchentlich appliziert werden muss. Die biologische Aktivität von Peginterferon alfa ist allerdings etwas schwächer als bei freiem INFα.

5 Indikation

6 Darreichungsformen

7 Nebenwirkungen

Sehr häufige Nebenwirkungen bei einer Behandlung mit Peginterferon alfa sind:

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