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Oraler Lichen planus

von altgriechisch: λειχήν ("leichén") - Flechte

1 Definition

Der orale Lichen planus ist eine relativ häufige, subakut bis chronisch verlaufende, nicht-kontagiöse Erkrankung der Mundschleimhaut. Sie stellt eine Variante des Lichen ruber planus dar und gilt als fakultative Präkanzerose.

2 Epidemiologie

Ein oraler Lichen planus kommt in Deutschland mit einer Prävalenz von etwa 0,1 bis 4 % vor.

3 Ätiologie

Ätiologie und Pathogenese sind derzeit (2020) nicht eindeutig geklärt. Es besteht eine genetische Prädisposition. Eine Induktion oder Verstärkung der Effloreszenzen sowie ein Übergang zu einer anderen Form kann z.B. durch Viren (z.B. HCV, HPV), Medikamente, Rauchen, zahnärztliche Restaurationen, Kontaktallergene, Traumata, Plaque oder Stress ausgelöst werden. Weiterhin können isomorphe Reize Effloreszenzen hervorrufen (Köbner-Phänomen).

4 Einteilung

Die Grundform des oralen Lichen planus ist der retikuläre Lichen planus. Er stellt sich als weißliche, nicht-abwischbare, netzförmige Epithelveränderung dar. Unter Umständen tritt ein diskreter erythematöser Randsaum auf. Die klinische Diagnose erfolgt anhand der Wickham-Streifen, die als leicht erhabene weiße Linien auftreten. Weitere Formen sind:

siehe Hauptartikel: Lichen ruber planus

Diese Seite wurde zuletzt am 13. Januar 2021 um 16:39 Uhr bearbeitet.

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