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Mischspritze

1 Definition

Als Mischspritze bezeichnet man im klinischen Sprachgebrauch eine Einwegspritze, die mehrere verschiedene Arzneistoffe enthält.

2 Hintergrund

Mischspritzen ermöglichen die gleichzeitige Applikation mehrerer Wirkstoffe. Dadurch wird die Handhabbarkeit und die Gefahr von iatrogenen Komplikationen (z.B. Kontamination des Venenverweilkatheters oder Aspiration von Luft) verringert.

3 Pharmakologie

Aufgrund ihrer chemischen Eigenschaften (z.B. unterschiedliche pH-Werte) eignen sich nicht alle Wirkstoffe zur Anfertigung einer Mischspritze. Die verwendeten Medikamente müssen kompatibel sein und dürfen durch ihre Mischung keine Änderungen in Ihrer Zusammensetzung sowie ihrem Wirkungsmechanismus erfahren.

Mögliche Hinweise auf eine Inkompatibilität der einzelnen Arzneistoffe nach dem Mischen sind:

  • Ausflocken (flockig-trüber Charakter)
  • Farbveränderungen
  • Trübung (z.B. milchiger Charakter)

4 Beispiele

Mischspritzen kommen häufig im Rahmen von Allgemeinanästhesien (v.a. in der Veterinärmedizin) zum Einsatz, z.B.:

Wirkstoffe Dosis Applikation Indikation Tier
i.v. Sedation Pferd
  • 0,01 mg/kgKG
  • 0,1 mg/kgKG)
i.v. Prämedikation Hund
  • 0,01 mg/kgKG
  • 0,2 mg/kgKG
  • 1 bis 3 mg/kgKG
i.v. Sedation Katze

Hinweis: Diese Dosierungsangaben können Fehler enthalten. Ausschlaggebend ist die Dosierungsempfehlung in der Herstellerinformation.

5 Literatur

  • Eberspächer-Schweda E. 2017. MemoVet, AnästhesieSkills, Perioperatives Management bei Klein-, Heim- und Großtieren. Stuttgart: Schattauer GmbH. ISBN: 978-3-7945-3055-7

Diese Seite wurde zuletzt am 7. Oktober 2021 um 16:28 Uhr bearbeitet.

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