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Menorrhagie

Englisch: menorrhagia

1 Definition

Als Menorrhagie wird eine zu starke und zu lange andauernde Menstruation bezeichnet. Die Menorrhagie ist eine Form der Zyklusanomalie.

Wenn die Dauer der Menstruation normal ist, und nur die Blutung deutlich stärker ausfällt, spricht man von einer Hypermenorrhoe. Klinisch werden diese Begriffe häufig synonym verwendet.

2 Hintergrund

Die Definition der Menorrhagie ist in der medizinischen Literatur uneinheitlich. Einige Quellen definieren eine Menorrhagie als einen Blutverlust von mehr als 80 ml, andere als eine Menstruationsdauer von mehr als 7 Tagen. Nach den Empfehlungen der FIGO von 2011[1] soll der unscharf definierte Begriff "Menorrhagie" verlassen werden. Stattdessen werden die Bezeichnungen "Heavy Menstrual Bleeding" (HMB) für verstärkte Monatsblutungen und "Prolonged Menstrual Bleeding" (PMB) für verlängerte Monatsblutungen vorgeschlagen. Zudem weisen die Autoren darauf hin, dass verstärkte Monatsblutungen in der Regel überschätzt werden, da zum Teil mehr 50% des Menstruationsbluts aus Endometrium-Transsudaten besteht. Im deutschen Sprachraum hat sich diese Empfehlung bislang nicht durchgesetzt.

3 Ursachen

Die Ursachen einer Menorrhagie sind vielfältig.

3.1 Gynäkologische Ursachen

Am häufigsten liegen Kontraktionsstörungen der glatten Muskulatur des Uterus vor, die dazu führen dass sich die Gebärmuttermuskulatur während der Menstruation nicht richtig zusammen ziehen kann. Sie können unter anderem durch folgende Erkrankungen ausgelöst werden:

Auch ein Intrauterinpessar (IUP) kann eine Menorrhagie verursachen.

3.2 Systemische Ursachen

Neben gynäkologischen Erkrankungen muss an das Vorliegen einer hämatologischen Grunderkrankung gedacht werden (hämorrhagischen Diathese) bzw. an die Einnahme von Antikoagulantien oder anderen gerinnungshemmenden Arzneimitteln. Als weitere systemische Ursachen kommen in Frage:

3.3 Funktionelle Ursachen

Nicht immer ist bei einer Menorrhagie eine organische Ursache identifizierbar ist. Man spricht dann von einer funktionellen Störung bzw. von dysfunktionellen uterinen Blutungen - wobei dieser Befund eine Ausschlussdiagnose ist.

4 Differentialdiagnose

5 Risiken

Durch eine länger bestehende Menorrhagie kann es zu deutlichen Blutverlusten kommen, die zur Entstehung einer Eisenmangelanämie führen.

6 Diagnostik

7 Therapie

Die Therapie ist abhängig von der auslösenden Ursache und erfolgt wenn möglich kausal. Es stehen unter anderem folgende Therapiemöglichkeiten zur Verfügung, wobei ein ggf. bestehender Schwangerschaftswunsch über die genaue Wahl der Methoden entscheidet.

7.1 Nicht-hormonelle Therapie

7.2 Hormonelle Therapie

7.3 Chirurgische Therapie

8 Quellen

  1. Fraser IS1, Critchley HO, Broder M, Munro MG.: The FIGO recommendations on terminologies and definitions for normal and abnormal uterine bleeding. Semin Reprod Med. 2011 Sep;29(5):383-90. doi: 10.1055/s-0031-1287662. Epub 2011 Nov 7

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