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Liebe Autoren, Wir sind gen Süden gefahren und machen eine Pause. Deswegen steht das Flexikon vom 12. bis 27. Juni 2021 nur im Lesemodus zur Verfügung. Ab dem 28. Juni könnt ihr wieder mit voller Kraft losschreiben. Unser Tipp: Genießt die Sonne! Wir freuen uns auf jeden Fall, wenn ihr frisch erholt wiederkommt! Bis bald Euer Flexikon-Team

Lidverletzung (Pferd)

1 Definition

Als Lidverletzung bezeichnet man eine traumatisch verursachte Schädigung des Augenlids beim Pferd.

2 Ätiopathogenese

Bei Lidverletzungen handelt es sich meist um Quetschungen oder Wunden. Quetschungen werden durch stumpfe Gewalteinwirkung, z.B. durch Aufschlagen des Kopfes oder stundenlanges Festliegen, verursacht. Wunden stellen sich meist als Riss- oder Schnittwunden dar, wobei meist das obere Lid betroffen ist. In vielen Fällen sind auch tiefere Strukturen (Lidmuskulatur, palpebrale Konjunktiva etc.) betroffen.

3 Symptome

Quetschungen oder Verletzungen führen häufig sehr rasch zu ödematösen Schwellungen der Konjunktiven (Chemosis), subkonjunktivalen Blutungen und starkem Tränenfluss. Die Lidspalte ist meist verengt (Blepharospasmus).

4 Diagnostik

Eine sorgfältige Untersuchung des gesamten Auges und der umgebenden Strukturen unter Sedierung und Lokalanästhesie zum Ausschluss weiterer Verletzungen (v.a. der Kornea und Sklera) ist notwendig. Zusätzlich zur Adspektion ist eine genaue Palpation der knöchernen Strukturen und ein Fluoreszeintest durchzuführen.

Weitere bildgebende Verfahren (Röntgen, Ultraschall, Computertomographie) sind individuell zu erwägen.

5 Therapie

Bei Quetschungen ohne Beteiligung der Orbita oder des Bulbus führt eine systemische Therapie mit nichtsteroidalen Antiphlogistika (NSAR) in der Regel rasch zur Schmerzstillung und Abschwellung. Zusätzlich können kühle Kompressen lokal angewendet werden. Es sollte außerdem ein Antibiotikum 3- bis 4-mal täglich in den Bindehautsack eingebracht werden.

Lidrandverletzungen werden genäht, wobei man herabhängende Lidanteile keinesfalls entfernen darf. Ziel ist eine Wiederherstellung der Lidfunktion mittels eng liegenden Nähten und feinem Nahtmaterial. Je nach Tiefe der Wunde müssen mehrere Schichten genäht werden. In der Regel sollten die Patienten zusätzlich mit systemischen Antibiotika und nichtsteroidalen Antiphlogistika (z.B. Flunixin 1,1 mg/kgKG SID p.o.) therapiert werden.

Hinweis: Diese Dosierungsangaben können Fehler enthalten. Ausschlaggebend ist die Dosierungsempfehlung in der Herstellerinformation.

6 Literatur

  • Brehm W, Gehlen H, Ohnesorge B et al., Hrsg. Handbuch Pferdepraxis. 4., vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage. Stuttgart: Enke Verlag; 2016.

Diese Seite wurde zuletzt am 29. Oktober 2020 um 15:30 Uhr bearbeitet.

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