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Lichen nitidus

Synonym: Granuloma nitidum

1 Definition

Beim Lichen nitidus handelt es sich um eine chronische Hauterkrankung, für die multiple, stecknadelkopfgroße Papeln charakteristisch sind.

2 Epidemiologie

Das Granuloma nitidum ist eine seltene Erkrankung, die praktisch in jedem Alter auftreten kann.

3 Ätiologie

Die Ätiologie ist zur Zeit (2008) noch ungeklärt.

4 Klinik

Die Erkrankung manifestiert sich durch rötliche, glänzende bis stecknadelkopfgroße Papeln, wobei die Papeln nur eine leichte Erhebung aufweisen. In ihrem Zentrum findet man eine Eindellung mit einem brauen Granulom. Es besteht kein Juckreiz. Prädilektionsstellen sind der Penisschaft sowie die Beugeseiten der Unterarm, seltener tritt die Erkrankung am Rumpf auf.

5 Diagnostik

Die Diagnose wird anhand des chronischen Verlaufs, der Klinik und der Histopathologie gestellt.

6 Histopathologie

Histopathologisch findet man im Stratum papillare der Dermis epitheloidzellige, nicht nekrotisierende Granulome, die von einer akanthotischen Epidermis umgeben werden.

7 Differenzialdiagnose

Differenzialdiagnostisch muss an den Lichen ruber planus, den Lichen scrophulosorum, die Pityriasis rubra pilaris sowie auch an Warzen und Mollusca contagiosa gedacht werden.

8 Therapie

Die Erkrankung wird mit lokalen Kortikosteroiden behandelt, wobei nur eine geringe Aussicht auf Heilung besteht.

9 Prognose

Es handelt sich um eine chronische Erkrankung, die spontan nach Jahren ohne Narben abheilen kann.

Tags:

Fachgebiete: Dermatologie

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