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Ketotifen

Synonyme: Ketotifenum, Ketotifenhydrogenofumarat, Ketotifeni hydrogenofumaras PhEur
Handelsnamen: Zabak, Zaditen

1 Definition

Ketotifen ist ein H1-Rezeptor-Antagonist und Antihistaminikum, das in der Therapie von Allergien eingesetzt wird.

2 Indikationen

Ketotifen ist bei der allergischen Rhinitis, allergischen Konjunktivitis, atopischen Dermatitis und bei chronischer Urticaria indiziert. Außerdem kann es prophylaktisch gegen Asthma-Anfälle eingenommen werden.

3 Allgemeines

Ketotifen gehört zu den H1-Rezeptor-Antagonisten der 2. Generation, so dass es zum Beispiel im Gegensatz zum Diphenhydramin kaum Einfluss auf das ZNS ausübt. Der Arzneistoff kann oral in Form von Tabletten eingenommen, oder als Augentropfen in die Augen gegeben werden. Insgesamt weist Ketotifen eine gute Verträglichkeit auf, wobei sedierende oder kardiotoxische Nebenwirkungen ausbleiben. Die Bioverfügbarkeit beträgt 60%, während der Wirkstoff im Blut zu 75% an Plasmaproteine gebunden vorliegt. Die Metabolisierung erfolgt über die Leber, wobei die Plasmahalbwertszeit ungefähr zwölf Stunden beträgt.

4 Wirkmechanismus

Ketotifen wirkt entzündungshemmend sowie stabilisierend auf Mastzellen, indem es als kompetitiver Antagonist Histamin von den H1-Rezeptoren verdrängt, so dass diese nicht mehr aktiviert werden können. Zusätzlich fungiert es als Leukotrienantagonist und Inhibitor der Phosphodiesterase. Insgesamt wirkt der Arzneistoff antiallergisch, so dass Schwellungen der Augenlider, Tränenfluss, Juckreiz bzw. Niesreiz und eine verstärkte Sekretproduktion ausbleiben.

5 Unerwünschte Arzneimittelwirkungen

6 Kontraindikationen

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