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Geburtsverletzung

1 Definition

Geburtsverletzungen sind Verletzungen des äußeren bzw. inneren Genitale der Mutter, die unter der Geburt zu Stande kommen.

2 Formen

2.1 Hämatom

Das Pressen während der Geburt kann dazu führen, dass umligende Gefäße einreißen und so zu Einblutungen ins Gewebe führen. Ein Hämatom im Genitalbereich geht mit einer Schwellung und Schmerzen beim Wasserlassen bzw. Stuhlgang einher. Schmerzende Hämatome werden chirurgisch ausgeräumt.

2.2 Labienriss bzw. Scheidenriss

Durch das Pressen und den damit entstandenen erhöhten Druck während der Geburt können sowohl die Schamlippen als auch die Vagina einreißen. Labienrisse und Scheidenrisse führen zu starken Blutungen. Die Risse sollten genäht werden, da sie sonst Schmerzen beim Wasserlassen verursachen können.

2.3 Dammriss

Vor allem Zangengeburten können zu einem Dammriss führen. Aber auch die Geburt sehr schwerer Kinder kann einen Riss zwischen Anus und Vagina hervorrufen. Bei einem Dammriss kommt es in der Regel zu starken Blutungen. Man unterscheidet drei Schweregrade. Je nachdem wie gravide die Verletzung ist, kann auch der Schließmuskel des Anus (Musculus sphincter ani externus) eingerissen sein, was zu Komplikationen beim Stuhlgang führt. Ein Dammriss wird entsprechend der Naht einer Episiotomie genäht.

2.4 Zervixriss

Kommt es zu starkem Pressen und einer schnellen Öffnung des Muttermundes, kann die Zervix einreißen. Ein Zervixriss führt zu einer starken Vaginalblutung. Er wird umgehend vernäht, um starke Blutverluste zu verhindern.

2.5 Uterusruptur

Bei einer Uterusruptur handelt es sich meist um einen spontanen Riss des Uterus, der oft durch eine Fehllage des Kindes bedingt ist. Die Uterusruptur verursacht vor allem Blutungen und starke Schmerzen im Unterbauch, die begleitend zu der normalen Wehentätigkeit auftreten. Eine Ruptur der Gebärmutter kann nur chirurgisch im Rahmen eines Kaiserschnittes genäht werden. Ist die Verletzung zu groß, kann eine Hysterektomie notwendig sein.

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