Hirnblutung
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Synonym: intrakranielle Blutung
Englisch: cerebral hemorrhage
Inhaltsverzeichnis |
1 Definition
Als Hirnblutung oder besser intrakranielle Blutung (ICB) bezeichnet man eine venöse oder arterielle Blutung innerhalb des Schädels. Intrakranielle Blutungen können aufgrund verschiedener Ursachen entstehen und an unterschiedlichen Stellen auftreten. Oft liegen die Blutungsquellen zwischen den Hirnhäuten. Liegt der Sitz der Blutungsquelle im Gehirngewebe selbst, spricht man von einer intrazerebralen Blutung.
Durch den Bluterguss wird das Hirngewebe komprimiert/geschädigt. Es kann zu Funktionsstörungen im betroffenen Gebiet und schließlich zum Absterben des Hirngewebes (hämorrhagischer Infarkt) kommen. Desweiteren können Blutungen zu einem erhöhten intrakraniellen Druck und dadurch zum Tod führen.
2 Einteilung
2.1 Blutung über und unter der harten Hirnhaut
- Epiduralblutung: Eine Blutung zwischen der Dura mater (äußere Hirnhaut) und des Schädelknochens bezeichnet man als epidural ("über der Dura"). Sie wird meistens durch Traumen und Einrisse der Arteria meningea media ausgelöst.
- Subduralblutung: Eine Blutung zwischen der Dura mater und der Arachnoidea (mittlere Hirnhaut) bezeichnet man als subdural ("unter der Dura"). Sie wird ebenfalls in den meisten Fällen durch Traumen bei Einriss der sogenannten Brückenvenen ausgelöst.
2.2 Blutung unter der weichen Hirnhaut
Subarachnoidalblutung: Im Falle einer Blutung zwischen der Arachnoidea und der Pia mater (innerste Hirnhaut), bezeichnet man die Blutung als subarachnoidal ("unter der Arachnoidea"). Sie ist meist auf rupturierte Aneurysmen (angeborene sackartige Gefäßmissbildungen/Gefäßausstülpungen) zurückzuführen, gelegentlich auch bei Traumen oder spontan. Das Vorhandensein eines Aneurysmas erhöht die Wahrscheinlichkeit einer intrakraniellen Blutung deutlich. Ein plötzlich einsetzender, extrem starker stechender Kopfschmerz mit Nackensteife stellt das Leitsymptom dar.
2.3 Blutung in das Hirngewebe
Intrazerebrale Blutung: Eine Blutung im Gehirnparenchym entsteht, wenn es innerhalb der Pia mater zum Platzen eines Gefäßes kommt. Die meisten dieser Blutungen sind durch zu hohen Blutdruck (arterielle Hypertonie) bedingt und passieren ohne Gewalteinwirkung. Meist ist ein relativ großer Teil des Gehirns betroffen. Die Symptome entsprechen denen des Schlaganfalls.
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Tags: Blutung, Hirnblutung, SHT, Schädel-Hirn-Trauma
Fachgebiete: Neurochirurgie
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