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Summer Break: vom 24.07. bis 12.08.2015 steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.
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Summer Break

Liebe Autoren,

es ist leider wahr: Wir sind einfach an den Strand gefahren, ohne euch Bescheid zu sagen. Denn auch unsere fleißigen Lektoren brauchen mal eine Pause. Deswegen steht das Flexikon von 24.07. bis 12.08.2015 nur im Lesemodus zur Verfügung. Ab dem 13. August kann wieder herzhaft ergänzt und geändert werden.

Unser Tipp: Geht auch mal schwimmen. Wir freuen uns auf jeden Fall, wenn ihr bald wieder kommt!

Bis bald
Euer Flexikon-Team

Hirndruckzeichen

Synonym: Hirndruck-Symptom

1 Definition

Hirndruckzeichen sind klinische Symptome, die bei einer dekompensierten Erhöhung des intrakraniellen Druckes (Hirndruck) auftreten.

2 Klinik

Dekompensierte Steigerungen des intrakraniellen Drucks über die physiologischen Werte (5 bis 15 mm Hg) hinaus auf 20 mm Hg und mehr werden nach Aufbrauchen der Reserveräume aus zunächst scheinbarer Beschwerdefreiheit heraus sehr schnell symptomatisch. Der Beginn ist oft diskret und wird oft fälschlicherweise mit gastrointestinalen Ursachen in Zusammenhang gebracht.

Wird die Symptomatik nicht rechtzeitig erkannt und steigt der intrakranielle Druck weiter, kommt es im weiteren Verlauf zu Bewusstseinsstörungen wie

Zusätzlich beobachtet man einen deutlichen Anstieg des systemischen Blutdrucks im Sinne eines Cushing-Reflexes. Unbehandelt führt ein steigender Hirndruck zu einer zunächst oberen, später auch unteren Einklemmung, die letal verlaufen kann.

3 Pathophysiologie

Ein dekompensierter Hirndruck verstärkt sich im Sinne eines Circulus vitiosus selbst.

  1. Durch eine Paralyse der Gefäßmuskulatur entsteht eine Aufhebung der Autoregulation der Hirndurchblutung. Dadurch steigt in den weitgestellten Gefäßen das Blutvolumen. Diese Volumenzunahme steigert den intrakraniellen Druck.
  2. Im Versuch einer Gegenregulation steigert der Organismus den systemischen Blutdruck, um trotz des wachsenden Widerstandes im Kopf eine ausreichende Durchblutung zu gewährleisten. Die vermehrte Durchblutung des Gehirns hat einen beträchtlichen Volumeneffekt und steigert wiederum den intrakraniellen Druck.
  3. Ist trotz der Gegenregulation des Organismus die Durchblutung der einzelnen Gehirnzellen wegen des Widerstandes nicht ausreichend, es kommt zur Sauerstoffunterversorgung und nachfolgend zur Gewebsazidose. Damit werden vermehrt Serotonin und Bradykinin freigesetzt, die eine zusätzliche Gefäßerweiterung bewirken und damit die Ursachenkaskade bei (1) wieder neu anstoßen.

4 Therapie

Die Anwendung von Kortikosteroiden ist umstritten. Wenn sie eingesetzt werden, dann wegen ihrer antiödematösen Wirkung.

Fachgebiete: Neurologie

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