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Osmotisches Diuretikum

Synonym: Osmotikum, Plural: Osmotika

1 Definition

Osmotische Diuretika sind Medikamente, die über einen osmotischen Mechanismus harntreibend (Diuretikum) wirken.

2 Wirkungsmechanismus

Osmotische Diuretika sind Substanzen, die nicht in die Zellen aufgenommen werden und sich im Extrazellulärraum verteilen. Sie werden in den Nieren frei filtriert und im Tubulussystem nicht rückresorbiert. Dadurch wird der osmotische Gradient zugunsten der Harnseite verschoben und die osmotischen Diuretika ziehen ihrer Konzentration im Harn entsprechend Wasser aus dem Blut.

Der Wirkungsmechanismus osmotischer Diuretika entspricht damit sehr genau dem Mechanismus einer Glukosurie beim Diabetes mellitus. Entsprechend sind die osmotischen Diuretika auch Alkohole von Monosacchariden.

3 Substanzen

Als osmotische Diuretika werden eingesetzt:

4 Anwendung

Osmotische Diuretika haben nur wenige Indikationen. Am ehesten werden sie bei einem vorliegenden Hirnödem und im akuten Glaukomanfall eingesetzt um schnell große Mengen Flüssigkeit zu mobilisieren und renal zu eliminieren.

Der Einsatz osmotischer Diuretika erfolgt durch intravenöse Gabe hyperosmolarer Lösungen, beispielsweise 1 l 10-20%iger Mannit-Lösung.

Wichtige Kontraindikationen sind eine bestehende Herzinsuffizienz bzw. bereits bestehende Lungenödemen, da durch die osmotischen Diuretika das Herz zusätzlich belastet wird. Auch die Anwendung von osmotischen Diuretika bei einer Anurie wurde mittlerweile verlassen.

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Fachgebiete: Pharmakologie

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