Vom 16. bis 23. Juli steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.
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Obere Einklemmung

Synonym: Tentoriumherniation
Englisch: tentorial herniation

1 Definition

Als obere Einklemmung bezeichnet man die Einklemmung mesencephaler Hirnanteile sowie mesobasaler Anteile des Temporallappens in den Tentoriumschlitz (Incisura tentorii).

2 Ätiologie

Die obere Einklemmung gilt als lebensbedrohliche Komplikation eines pathologisch stark erhöhten Hirndruckes innerhalb der mittleren Schädelgrube (siehe intrakranielle Druckmessung) in Folge:

3 Pathophysiologie

Durch die Kompartimentierung und die knöcherne Begrenzung des Schädels, sowie die begrenzte Kapazität der Liquorräume kann eine Volumenzunahme des Gehirns nur bedingt kompensiert werden. Bei entsprechender parenchymatöser Schädigung im Bereich der mittleren Schädelgrube (Fossa cranii media) resultiert die Verdrängung der hinteren Temporallappenanteile (Gyri parahippocampales) in die Incisura tentorii, die mit einer lateralen Kompression des Mesencephalons einhergeht.

4 Klinik

Die kompressionsbedingte Ischämie der mesencephalen Bahnen und Kerngebiete äußert sich in einer entsprechenden Ausfallssymptomatik, deren Symptomenkomplex dem Mittelhirnsyndrom entspricht. Durch Einklemmung des Nervus oculomotorius (Nervus III) kann es neben o.g. Symptomatik auch zu lichtstarren Pupillen kommen. Außerdem zeigt der betroffene Patient Bewusstseinseintrübungen was durch die Störung des ARAS zu erklären ist.

5 Diagnostik

Hinweisgebend für das Vorliegen einer Tentoriumherniation ist das Symptombild. Der Nachweis und die notwendige Ursachenabklärung erfolgt MRT-diagnostisch.

6 Therapie

siehe: Mittelhirnsyndrom

7 Quellen

  • Gerlach R et al.: Fallbuch Neurologie. 1. Auflage, 2005. Thieme Verlag
  • Berlit et al.: Memorix Neurologie. 2006. Thieme Verlag

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