Das Medizinlexikon zum Medmachen

Summer Break: vom 24.07. bis 12.08.2015 steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.
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Summer Break

Liebe Autoren,

es ist leider wahr: Wir sind einfach an den Strand gefahren, ohne euch Bescheid zu sagen. Denn auch unsere fleißigen Lektoren brauchen mal eine Pause. Deswegen steht das Flexikon von 24.07. bis 12.08.2015 nur im Lesemodus zur Verfügung. Ab dem 13. August kann wieder herzhaft ergänzt und geändert werden.

Unser Tipp: Geht auch mal schwimmen. Wir freuen uns auf jeden Fall, wenn ihr bald wieder kommt!

Bis bald
Euer Flexikon-Team

Dumping-Syndrom

Englisch: dumping syndrome

1 Definition

Unter Dumping-Syndrom versteht man einen Symptomenkomplex aus abdominellen Beschwerden und Störungen der Vasomotorik, der nach Operationen am Magen auftreten kann.

2 Epidemiologie

Dumping-Syndrome sind relativ häufig als Folge von Magenresektionen nach Billroth beobachtbar:

3 Pathogenese

3.1 Frühdumping

Da nach der Magenresektion die Pylorusfunktion fehlt, kommt es zur raschen Entleerung des Restmagens mit nachfolgendem hyperosmolaren Nahrungsangebot in der abführenden Schlinge. Durch die Hyperosmolarität kommt es zum massiven Flüssigkeitseinstrom in die Darmlichtung, der zu vasomotorischen Störungen bis hin zum Kollaps führt. Das Frühdumping tritt direkt, d.h. ungefähr 15-30 Minuten nach der Nahrungsaufnahme auf.

3.2 Spätdumping

Die fehlende Pylorusfunktion des Magens führt zur zu schnellen Resorption von Glukose mit nachfolgender Hyperglykämie. Der hohe Blutzuckerwert stimuliert reaktiv die vermehrte Ausschüttung von Insulin, worauf es im Sinne einer Gegenregulation zur Hypoglykämie kommt. Das Spätdumping tritt etwa 2-3 Stunden nach der Mahlzeit auf.

4 Symptomatik

4.1 Frühdumping

Direkt im Anschluss an die Nahrungsaufnahme treten krampfartige Schmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Brechreiz, starke Müdigkeit sowie Kreislaufsymptome auf.

4.2 Spätdumping

Niedriger Blutdruck, Schwächegefühl, Hunger und Schwitzen sind Symptome des Spätdumpings.

5 Diagnostik

Die typische Anamnese und die Blutzuckerbestimmung führen zur Diagnose. In seltenen Fällen kann eine nuklearmedizinische Untersuchung weitere Erkenntnisse liefern.

6 Therapie

Allgemeine Maßnahmen umfassen die Änderung der Essgewohnheiten:

  • langsames Essen
  • häufige, kleine Mahlzeiten
  • wenig Flüssigkeit zum Essen

Medikamentös werden Anticholinergika, Betablocker und Sedativa angewendet.

Chirurgisch kann bei sehr schwerer Symptomatik eine sogenannte Umwandlungsoperation erfolgen, bei der ein Billroth-II-Magen in einen Billroth-I-Magen umgewandelt wird.

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