Dyspnoe
(Weitergeleitet von Atemnot)
Synonyme: Atemnot, Atemstörung
Englisch: dyspnea, shortness of breath, SOB
Inhaltsverzeichnis |
1 Definition [bearbeiten]
Als Dyspnoe bezeichnet man die subjektiv empfundene Atemnot beziehungsweise die erschwerte Atmung. Der Patient hat das Gefühl, nicht mehr genug Luft zu bekommen. Die vom Arzt wahrnehmbaren äußerlichen Zeichen einer Dyspnoe können eine flache und schnelle Atmung oder eine betont tiefe Atmung sein.
ICD10-Code: R06.0
2 Einteilung [bearbeiten]
Dyspnoe kann funktional in folgende Kategorien eingeteilt werden:
- Zusammenhang mit körperlicher Belastung
- belastungsabhängig (Belastungsdyspnoe)
- nicht-belastungsabhängig (Ruhedyspnoe)
- Zusammenhang mit Lage
- lageabhängig (Orthopnoe)
- nicht-lageabhängig
- Art des Beginns
- plötzlich
- langsam
3 Ursachen [bearbeiten]
Die Ursachen einer Dyspnoe sind sehr vielfältig, da die Atmung ein komplexer Prozess ist, der unter anderem durch pulmonale, kardiale, muskuläre, skelettale und zerebrale Faktoren beeinflusst wird. Die Gesamtabläufe werden dabei vom Atemzentrum koordiniert.
3.1 Pulmonale Ursachen [bearbeiten]
- Asthma bronchiale
- Atelektasen
- Bronchialkarzinome
- COPD
- Cor pulmonale
- Lymphangiosis carcinomatosa
- Lungenembolie
- Lungenemphysem
- Lungenfibrose
- Mukoviszidose
- Pneumothorax
- Pleuraerguss
- Pleuramesotheliom
- Pneumonie
- Trachealstenose
- Lungenödem
3.2 Kardiale Ursachen [bearbeiten]
- Herzinsuffizienz
- Herzklappenerkrankungen (beispielsweise Mitralstenose)
- Myokarditis
- Myokardinfarkt
- Perikarderguss
3.3 Skelettale Ursachen [bearbeiten]
3.4 Neuromuskuläre Ursachen [bearbeiten]
3.5 Psychogene Ursachen [bearbeiten]
3.6 Sonstige Ursachen [bearbeiten]
4 Schweregrad [bearbeiten]
Da Dyspnoe ein subjektives Symptom ist, lässt sich der Schweregrad einer Dyspnoe nur unter Einbeziehung des Patienten bewerten. Skalenverfahren, die sich mit der Einteilung der Dyspnoe befassen sind die Borg-Skala, die ATS-Skala und der UCSD-SOB.
5 Diagnostik [bearbeiten]
Die Diagnostik beginnt in der Regel mit der klinischen Untersuchung der Lunge und des Herzens durch Auskultation und Perkussion, sowie der Inspektion der oberen Atemwege. Abhängig von der Verdachtsdiagnose können anschließend weitere diagnostische Verfahren bemüht werden, zum Beispiel:
Fachgebiete: Kardiologie, Pneumologie
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