Synonyme: Vakzination, Schutzimpfung
Englisch: protective immunization


Unter einer Impfung versteht man die Gabe von Impfstoffen (Vakzine) oder Immunseren mit dem Ziel, den Organismus gegen eine Infektionskrankheit immun zu machen (Immunisierung).
Man unterscheidet zwei Arten der Immunisierung:
Je nach Krankheit, gegen die eine Immunität erreicht werden soll, wird bei der Impfung von einem der beiden Arten Gebrauch gemacht. Wird zugleich sowohl aktiv, als auch passiv immunisiert, spricht man von einer Simultanimpfung.
Ziel ist es, den Körper so gegen stärkere Erreger zu wappnen.
Ziel ist es, den Körper durch diese Antikörper gegen Infektionskrankheiten zu schützen.
Die Gabe von Impfstoffen kann je nach verwendetem Impfstoff auf folgenden Wegen erfolgen:
In Deutschland besteht keine Impfpflicht, jedoch werden Impfungen für bestimmte Erkrankungen ab dem Säuglingsalter empfohlen. Grundlage für die öffentlich von den Bundesländern empfohlenen und im Regelfall bei allen kinderärztlich betreuten Kindern angebotenen Impfungen sind die jeweils aktuellen Impfempfehlungen der STIKO am Robert-Koch-Institut. Durchgeführte Impfungen werden in einem Impfausweis mit verwendeter Chargennummer dokumentiert.
In den aktuellen Impfempfehlungen der STIKO finden sich unter anderem auch Hinweise zur Durchführung einzelner Impfungen, zu ärztlichen Pflichten bei der Impfung, Kontraindikationen für Impfungen und zum Vorgehen bei Verdacht auf Impfreaktionen oder -komplikationen.
Weiterhin werden sogenannte Auffrisch-Impfungen (z.B. 10 Jahre nach der letzten Tetanus-Impfung) und Indikationsimpfungen (z.B. FSME-Impfung bei exponierten Personen, Grippe-Schutzimpfung) unterschieden. Zu den Indikationsimpfungen gehören auch die Reiseimpfungen und die Impfungen bei beruflicher Gefährdung.
Häufig wird im Rahmen eines Impfprogrammes auf eine Kombinationsimpfung zurückgegriffen, die mit einer Impfung gegen mehrere Krankheitserreger immunisiert (z.B. MMR-Schutzimpfung). Dabei wird die Anzahl unangenehmer Injektionen verringert.
Eine aus epidemiologischen und präventiven Gesichtspunkten erfolgende Indikation zur Impfung ist die sogenannte Riegelungsimpfung, durch die eine Herdimmunität bewirkt und die Ausbreitung eines lokalen Krankheitsausbruchs bekämpft werden soll (z.B. Hepatitis-A-Impfung).
Impfstoffe werden vor ihrer Zulassung in aufwendigen, multizentrisch ausgelegten Studien auf Wirksamkeit und Verträglichkeit geprüft. Die Wirksamkeit und Komplikationsraten werden 5-jährlich neu bewertet. Bei Vorliegen eines Verdachts auf eine Impfkomplikation besteht eine Meldepflicht. Impffolgen öffentlich empfohlener Impfungen werden vom Bundesland getragen.
Bei den derzeit (2009) von der STIKO empfohlenen Impfungen ist bei Beachtung von Kontraindikationen und Empfehlungen zur Durchführung die Sicherheit von Impfungen gewährleistet.
Aktuelle Informationen zu Nebenwirkungen und Komplikationen, Grundlageninformationen und wissenschaftliche Übersichten sind jederzeit auf den Seiten des Robert-Koch-Instituts verfügbar:
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