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Etomidat

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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Synonym: Etomidate

1. Definition [bearbeiten]

Etomidat ist ein Hypnotikum, welches in der Anästhesiologie als Injektionsanästhetikum zur Einleitung und Supplementation einer Narkose verwendet wird.

2. Wirkungen [bearbeiten]

3. Zubereitungsformen [bearbeiten]

Etomidat liegt in zwei Zubereitungsformen vor, wasserlöslich (Hypnomidate®) und als Emulsion in Fett (Etomidat Lipuro®). Die Fettemulsion ist bei der Injektion vorteilhaft, da es nicht zur Reizung von Venen und den damit verbundenen Schmerzen kommt.

4. Pharmakokinetik [bearbeiten]

Die Eliminationshalbwertszeit von Etomidate beträgt 2-5 Stunden. Kombiniert mit einem Opioid wird die Halbwertszeit verlängert. Der Metabolismus von Etomidat erfolgt in der Leber, die Elimination ist überwiegend renal und zu einem kleinen Teil fäkal.

Die therapeutische Breite von Etomidat ist sehr hoch. Wirksame Spiegel im Plasma liegen bei über 300 ng/ml vor. Die Wirkung tritt innerhalb einer Minute ein. Die Wirkung einer Einleitungsdosis (etwa 0,2 mg/kg KG) hält 3-10 Minuten an. Das Abklingen der Wirkung wird v.a. durch eine Umverteilung in weniger durchblutete Kompartimente (Haut, Muskeln, Fettgewebe) verursacht.

5. Indikation [bearbeiten]

Etomidat eignet sich vor allem zur Narkoseeinleitung bei Risikopatienten (s. ASA-Klassifikation), da es im Gegensatz zu den anderen gebräuchlichen Injektionsanästhetika ein günstiges kardiales Nebenwirkungsprofil aufweist.

Jedoch kann es auch unter Etomidat bei herzkranken Patienten zu kardialer Beeinträchtigung kommen, auch wenn diese meistens viel geringer sind als bei anderen Anästhetika.

6. Schwächen [bearbeiten]

Etomidat besitzt Nachteile für das Procedere der Einleitung.

  • Die Reflexe bei Intubation werden nicht ausreichend gedämpft, die Intubation ist erschwert.
  • Eine alleinige Narkoseunterhaltung Hypnose, auch nicht in Kombination mit Analgesie darf mit Etomidat nicht durchgeführt werden, weil eine längere Verabreichung von Etomidat potentiell zu einer Suppression der Kortisolproduktion führen kann

Die Reflexe bei Intubation können ebenso wie die unwillkürlichen Muskelbewegungen durch die Gabe eines Opioids abgeschwächt werden.

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