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Nebennierenrinde

Synonyme: Cortex glandulae suprarenalis, NNR
Englisch: adrenal cortex

1 Definition

Die Nebennierenrinde (Cortex glandulae suprarenalis), die durch ihren Lipidgehalt gelblich aussieht, bildet den äußeren Bereich der Nebenniere. In der NNR werden über 40 verschiedene Steroidhormone gebildet, die sog. Kortikosteroide.

2 Histologie

Die Nebenniere ist von einer gefäßreichen Kapsel umgeben. In der darunter liegenden Rinde lassen sich drei Zonen unterscheiden:

Die Ausprägung der Zonen ist dynamisch und verändert sich im Laufe des Lebens. Bis zur Pubertät dominiert die Zona fasciculata, danach nehmen die Zona glomerulosa und die Zone reticularis mehr Platz ein.

Merkhilfe
Man kann sich die Schichten der Nebennierenrinde sowie die dort produzierten Hormone mit zwei geläufigen Abkürzungen aus dem Bereich Niere merken, nämlich mit GFR und ACE (von außen nach innen):

Zonula Glomerulosa produziert Aldosteron (ein Mineralcorticoid)
Zonula Fasciculata produziert Cortisol (ein Glucocorticoid)
Zonula Reticularis produziert Estradiol (ein Sexualhormon)

3 Embryologie

Im Gegensatz zum Nebennierenmark geht die Nebennierenrinde ab etwa der 3. Entwicklungswoche (entspricht der 5. Schwangerschaftswoche) aus dem intermediären Mesoderm hervor.

4 Physiologie

Die Sekretion der Mineralokortikoide wird vor allem durch das Renin-Angiotensin-System gesteuert, durch Serotonin, Prostaglandin, aber auch durch das ACTH, ein Hormon der Adenohypophyse. ACTH steuert auch die Ausschüttung der Glukokortikoide und Androgene.

5 Klinik

Eine Überfunktion der NNR führt zum Conn-Syndrom, Cushing-Syndrom oder zum adrenogenitalem Syndrom. Eine Unterfunktion führt zu einer Nebennierenrindeninsuffizienz mit Ausfall der Cortisol- und Aldosteronsekretion und damit zu einer Überproduktion von ACTH (Morbus Addison).

siehe auch: Nebennierenmark

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