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Tolcapon

Handelsnamen: Tasmar u.a.
Englisch: tolcapone

1 Definition

Tolcapon ist ein Arzneistoff aus der Gruppe der Catecholamin-O-Methyltransferase-Inhibitoren (COMT-Hemmer).

2 Indikationen

3 Wirkmechanismus

Beim Morbus Parkinson kommt es durch einen bisher nicht ganz nachvollziehbaren Untergang von Dopamin-freisetzenden Nervenzellen in der Substantia nigra zu einem Dopaminmangel. Dopamin ist jedoch für das Ausführen von Bewegungsabläufen unabdingbar. Die betroffenen Neurone, die normalerweise aus der Substantia nigra ins Corpus striatum projizieren würden, führen daher zu der typischen Symptomatik eines Patienten, der sich im späteren Stadium des Morbus Parkinson befindet: Rigor (Muskelstarre), Tremor (Zittern) und Akinesie (Bewegungsstörung) zeichnen diese immer weiter fortschreitende Krankheit aus.

Um die Progression dieser Erkrankung zu verlangsamen und die Symptomatik zu mildern, wird den Patienten Dopamin, meistens in Form eines Vorläufermoleküls L-Dopa (Levodopa = Prodrug), verabreicht. Da dieses aber unter anderem durch die sogenannte Catecholamin-O-Methyltransferase im Körper nicht nur zu Dopamin, sondern auch durch Methylierung zu unwirksamen Metaboliten enzymatisch umgebaut wird, muss die COMT gehemmt werden, um den Dopamin-Spiegel aufrecht zu erhalten. Tolcapon ist ein solcher Inhibitor der COMT. Der Arzneistoff ist im Gegensatz zum Entacapon ZNS-gängig und verlängert die Wirkdauer von Dopamin um bis zu 1-1,5 h/Tag (20-30%). Allerdings muss die Leberfunktion unter ärztlicher Beobachtung stehen, da es bei manchen Patienten unter Tolcapon zu schweren Leberschäden gekommen ist.

Außerdem wird Dopamin schon im synaptischen Spalt von der Monoaminooxidase B abgebaut. Daher müssen auch Inhibitoren dieses Enzyms eingenommen werden, sonst kann es seine Wirkung am Zielort nicht entfalten. Der Arzneistoff Selegilin hemmt die MAO-B irreversibel, sodass Dopamin länger im synaptischen Spalt bestehen bleibt und im ZNS wirken kann, und wird dabei selbst zu Amphetaminen oder Methamphetaminen metabolisiert. Jedoch ist eine gleichzeitige Gabe von Tolcapon und MAO-Hemmern kontraindiziert. Somit sollten COMT-Inhibitoren nicht zusammen mit MAO-Inhibitoren in der Parkinson-Therapie eingesetzt werden.

Auch die durch L-Dopa vor allem bei jüngeren Erkrankten entstehenden Nebenwirkungen wie Fluktuationen und Dyskinesien können durch COMT-Hemmer minimiert werden. Dies ist durch klinische Studien nachgewiesen.

4 Unerwünschte Arzneimittelwirkungen

Aufgrund dessen, dass solche Inhibitoren immer in Kombination mit Levodopa eingesetzt werden, kann man nicht genau sagen, ob der zustande gekommene Dopaminüberschuss oder die Hemmer zu folgenden Nebenwirkungen führen:

5 Kontraindikationen

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