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TRPM3

Synonym: Transient Receptor Potential Cation Channel Subfamily M Member 3

1 Definition

TRPM3 ist ein nicht-selektiver Kationenkanal der TRP-Kanalfamilie. Dem Kanalprotein wird u.a. eine Rolle bei der inflammatorischen Hyperalgesie zugeschrieben.

2 Genetik

TRPM3 wird auf Chromosom 9 an Genlokus 9q21.12-q21.13 kodiert. Das am nächsten verwandte Kanalprotein ist der TRPM1-Kanal.

3 Biochemie

TRPM3 soll in somatosensorischen Neuronen der Weiterleitung des Temperatur- und Schmerzempfindens dienen. Die Aktivität des Kanalproteins wird durch μ-Opioidrezeptoren und G-Proteine (Gβγ-Untereinheit) gehemmt.

Zu den Agonisten, die den Kanal aktivieren, zählen CIM-0216 und Pregnenolonsulfat. Antagonistisch auf die Öffnungswahrscheinlichkeit des Proteins wirken dagegen Mefenaminsäure und Flavonoide. Darüber hinaus lässt sich eine Regulation des TRP-Kanals durch den Calcium-Calmodulin-Komplex sowie Phospholipase C und Phosphoinositid-3-Kinasen (PI3-Kinasen) nachweisen.

4 Lokalisation

TRPM3 kommt in den Beta-Zellen des Pankreas, in den Basalganglien, im Kleinhirn und in den ON-Bipolarzellen der Retina vor. In den Ependymzellen des Plexus choroideus findet sich die höchste Expressionsrate des TRPM3-Proteins.

5 Funktion

Die Funktion des Proteins in den verschiedenen Geweben ist zur Zeit (2021) weitgehend unbekannt. Sie ist Gegenstand der Grundlagenforschung.

Bei den Beta-Zellen des Pankreas wird ein Einfluss von TRPM3 auf die Rückkopplung der Insulinsekretion vermutet. Hier könnte der Kanal unter Einwirkung von Insulin zu einer Eigenhemmung der Hormonausschüttung führen.

Diese Seite wurde zuletzt am 11. Januar 2021 um 15:27 Uhr bearbeitet.

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