Bis zum 10. Januar steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.
Bearbeiten

Bis zum 10. Januar steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.

Liebe Autoren,

Wir sind auf der Suche nach Schnee in Richtung Nordpol gefahren. Deswegen steht das Flexikon vom 14.12. bis 10.01.2019 nur im Lesemodus zur Verfügung. Ab dem 10. Januar könnt ihr wieder mit voller Kraft losschreiben.

Unser Tipp: Genießt die Zeit mit der Familie! Wir wünschen euch fröhliche Feiertage!

Bis bald
Euer Flexikon-Team

Schizoide Persönlichkeitsstörung

1 Definition

Die schizoide Persönlichkeitsstörung gehört zur Gruppe der Persönlichkeitsstörungen und ist dadurch gekennzeichnet, dass die Patienten affektive Auffälligkeiten zeigen.

2 Symptome

Die Patienten sind nicht in der Lage, Freude zu erleben (Anhedonie). Außerdem sind sie affektiv verflacht und zeigen eine emotionale Kühle. Anderen Menschen gegenüber können sie weder positive Gefühle, wie Zärtlichkeit oder Liebe, noch negative Gefühle, wie Ärger oder Hass, zeigen.

Auf Lob oder Kritik zeigen sie keine oder nur eine sehr schwache Reaktion. Das Interesse an sexueller Erfahrung mit einer anderen Person ist gering.

Menschen mit schizoider Persönlichkeitsstörung haben eine übermäßige Vorliebe für Phantasie, zeigen ein einzelgängerisches Verhalten und sind eher in sich gekehrt, zurückhaltend und scheu. Durch einen Mangel an vertrauensvollen Beziehungen sind sie sozial isoliert. In Gesellschaft fällt es ihnen schwer, Regeln anzuerkennen. Hier neigen sie eher zu exzentrischem Verhalten.

Nicht selten tritt die schizoide Persönlichkeitsstörung in Assoziation mit der paranoiden Persönlichkeitsstörungen auf.

3 Therapie

Das Therapieziel bei jeder Art der Persönlichkeitsstörung ist nicht die Heilung, sondern eher die Verbesserung der sozialen Kompetenz, die Strukturierung des Umfeldes und die Anwendung des Erlernten im sozialen Umfeld.

Im Vordergrund des Therapiekonzeptes stehen die Psychotherapie und die Soziotherapie. Häufig kommen die Patienten nicht aus eigenem Antrieb, sondern aus sozialem Druck, weil beispielsweise die Familie Druck ausübt oder der Partner mit Trennung droht.

Eine tragfähige Beziehung zwischen dem Patienten und dem Therapeuten sollte zu Beginn der Therapie angestrebt werden, wobei nicht nur der Aufbau der Beziehung eine Herausforderung darstellt, sondern auch das Aufrechterhalten. Kann keine dauerhafte Beziehung eingegangen werden, wird die Therapie meist abgebrochen.

Medikamentöse Therapie kommt hauptsächlich bei Komorbidität zum Einsatz. Bei begleitender depressiver Störung können Antidepressiva eingesetzt werden. Bei begleitender Angststörung können Neuroleptika zum Einsatz kommen. Carbamazepin und Lithium werden stabilisierende Wirkungen zugesprochen.

4 Komorbidität

Zwei Drittel aller Patienten mit Persönlichkeitsstörungen weisen weitere psychische Störungen auf. Die häufigsten assoziierten Krankheiten sind:

Dabei ist schwer zu sagen, welche Erkrankung als primäre Störung anzusehen ist.

5 Webseiten mit weiterführenden Informationen

Im Vergleich zu anderen Persönlichkeitsstörungen, findet man zur schizoiden Persönlichkeitsstörung leider nur wenig Informationen und Communities für den Austausch. Vor diesem Hintergrund können die Inhalte folgender Webseiten sehr hilfreich sein:

Um diesen Artikel zu kommentieren, melde Dich bitte an.

Klicke hier, um einen neuen Artikel im DocCheck Flexikon anzulegen.

Artikel wurde erstellt von:

Letzte Autoren des Artikels:

12 Wertungen (3.92 ø)

61.934 Aufrufe

Du hast eine Frage zum Flexikon?
Copyright ©2018 DocCheck Medical Services GmbH | zur mobilen Ansicht wechseln
DocCheck folgen: