Bitte logge Dich ein, um diesen Artikel zu bearbeiten.
Bearbeiten

Pyrethroid

Englisch: pyrethroid

1 Definition

Pyrethroide sind synthetisch hergestellte Endoparasitika, die sowohl in der Human- als auch in der Veterinärmedizin Anwendung finden.

2 Chemie

Pyrethroide stammen chemisch gesehen von Pyrethrinen ab. Sowohl Pyrethroide als auch Pyrethrine sind Ester aus einer Säurekomponente und einem Alkoholrest. Die Moleküle besitzen meist mehrere Chiralitätszentren.

3 Klassifizierung

Pyrethroide wirken sowohl insektizid als auch akarizid und besitzen zudem einen repellierenden Effekt.

4 Wirkungsweise

Pyrethroide sind Kontaktgifte, welche die spannungsabhängigen Natriumkanäle an den Neuronen der Parasiten irreversibel blockieren und eine Dauerdepolarisation bewirken. Durch die rasche Wirkung an den Nervenzellmembranen kommt es zu einer spastischen Lähmung (Paralyse) der Insekten und einem rasch einsetzenden immobilisierenden Effekt, der noch vor dem Tod der Parasiten eintritt ("Knockdown-Effekt").

5 Vertreter

Zur Klasse der Pyrethroide gehören u.a. folgende Arzneistoffe:

6 Indikation

In der Veterinärmedizin werden vor allem Delthametrin-haltige Halsbänder und Permethrin-haltige Spot-ons für Hunde verwendet. Die Wirkstoffe werden zur äußerlichen Anwendung zur Arthropodenbekämpfung am Tier sowie zur Dekontamination der Umgebung eingesetzt. Aufgrund der repellierenden Wirkung können Pyrethroide auch protektiv gegen Phlebotomen (Sandmücken) verwendet werden. Auf diese Weise kann eine mögliche Übertragung von Leishmania infantum eingeschränkt werden.

Pyrethroide finden Einsatz bei folgenden Ektoparasiten:

7 Kontraindikation

Pyrethroide dürfen nicht bei Katzen angewendet werden (Ausnahme sind Flumethrin-haltige Halsbänder). Aufgrund ihrer Glucuronidierungsdefizienz sind Katzen deutlich empfindlicher gegenüber Arzneistoffen dieser Wirkstoffklasse, weshalb sie - vor allem hochkonzentriert - extrem toxisch wirken.

Beim Vorliegen großflächiger Hautläsionen sollten Pyrethroide ebenso nicht angewendet werden, da die Gefahr resorptiver Vergiftungen besteht.

8 Nebenwirkungen

9 Quellen

Um diesen Artikel zu kommentieren, melde Dich bitte an.

Klicke hier, um einen neuen Artikel im DocCheck Flexikon anzulegen.

Artikel wurde erstellt von:

Letzte Autoren des Artikels:

1 Wertungen (4 ø)

12 Aufrufe

Du hast eine Frage zum Flexikon?
Copyright ©2019 DocCheck Medical Services GmbH | zur mobilen Ansicht wechseln
DocCheck folgen: