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Pupillomotorik

1 Definition

Unter Pupillomotorik versteht man die dynamische Veränderung der Pupille des Auges. Die Weite der Pupille wird wesentlich vom einfallenden Licht bzw. der retinalen Leuchtdichte und von der Reaktionslage des vegetativen Nervensystems beeinflusst.

2 Beteiligte Hirnnnervenkerne

Vom Auge wahrgenommene Lichtreize werden über afferente Fasern in bestimmte Hirnnervenkerne des ZNS geleitet und dort verarbeitet. Die Pupillenweite wird dann abhängig vom Lichtreiz durch efferente Fasern reguliert, welche die Irismuskulatur innervieren.

Folgende Hirnnervenkerne und Ganglien sind an der Verschaltung der Pupillomotorik bzw. der Pupillenreflexe beteiligt:

3 Beteiligte Muskeln

4 Klinik

Die Untersuchung der Pupillomotorik erfolgt mit einer Lichtquelle (z.B. Penlight). Durch Beleuchtung des Auges wird eine Lichtreaktion ausgelöst. Normalerweise kommt es dabei zu einer bilateralen Miosis, d.h. sowohl die ipsilaterale als auch die kontralaterale Pupille verengen sich. Beide Pupillen sind gleich weit (Isokorie).

Von einer Anisokorie spricht man, wenn eine Seitendifferenz der Pupillenweite von mehr als 1 mm besteht. Eine Fehlen der Pupillenreaktion nennt man Pupillenstarre. Die verursachende Störung kann in diesem Fall im Auge selbst, in den Leitungsbahnen oder im ZNS lokalisiert sein.

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Fachgebiete: Augenheilkunde, Physiologie

Diese Seite wurde zuletzt am 7. Januar 2021 um 13:20 Uhr bearbeitet.

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